Drei Gegentore in neun Minuten, Fans stellen Support ein: 5. Pleite in Folge verschärft Aue-Krise

Essen - Es langt einfach nicht! Erzgebirge Aue wird von Rot-Weiss Essen erst vorgeführt und kassiert in neun Minuten drei Treffer, wacht dann auf, doch kann die Partie nicht mehr drehen. Das 2:4 (1:3) an der Hafenstraße ist die fünfte Pleite in Folge und nun schon das zehnte Sieglos-Spiel der Rückrunde.

Der Knoten ist wieder nicht geplatzt. Aue-Coach Christoph Dabrowski konnte auch gegen Essen nicht den ersten Sieg mit seiner Mannschaft einfahren.  © picture point/Sven Sonntag

FCE-Coach Christoph Dabrowski reagierte wie erwartet auf die indiskutable erste Hälfte gegen Aachen mit der Herausnahme von Julian Guttau und Marvin Stefaniak. Vincent Ocansey fehlte angeschlagen.

Dafür begannen die gegen Alemannia zur Pause eingewechselten Mika Clausen, Julian Günther-Schmidt und Erik Weinhauer. Dazu kehrte Tristan Zobel für Eric Uhlmann in die Abwehr zurück.

Aue in der ersten Hälfte nach solidem Beginn mit dem kompletten Einbruch. Zunächst hatten die Veilchen noch mörderisch Dusel bei Kaito Mizutas Eingabe. Zobel hatte im Kopfballduell die Arme ausgebreitet, als würde er mit den Flügeln schwingen und bekam den Ball klar an die rechte Hand. Ein Glück übersahen es die Unparteiischen.

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Das Unheil nahm so oder so seinen Lauf. Eingabe von rechts und niemand in der Lage Ruben Reisig im Luftzweikampf das Wasser zu reichen. Die Kugel fiel Torben Müsel (28.) vor die Füße und der verwertete schlitzohrig mit der Hacke.

Jannik Hofmann (32.) legte aus der Distanz nach. Aber wie war das wieder verteidigt? Aue viel zu weit weg vom Mann und so las keiner den zweiten Ball auf. Weinhauer und Günther-Schmidt den Schritt zu spät, Ehlers zu weit weg vom Torschützen.

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Bitter für die Veilchen: Sie kassieren drei Tore in neun Minuten.  © picture point/Sven Sonntag

Bär schießt den Anschluss, doch Günther-Schmidt scheitert am Pfosten

Kurzer Hoffnungsschimmer: Marcel Bär schießt das Anschlusstor zum 3:2.  © picture point/Sven Sonntag

Keeper Martin Männel reihte sich in die Fehlerkette ein. Er warf ins Gegenpressing hinein zu Clausen, der gedoppelt wurde und dadurch keine Chance hatte. Zobel zu zaghaft vor der Strafraumkante, aber Marek Janssen (37.) schirmte das Leder auch gut ab, drehte ein, um mit links das Ding in die Maschen zu feuern. So darf nicht verteidigt werden. Das ist miserabel, was in den neun Minuten abgeliefert wurde.

Ehlers (45.+2.) abgefälschter Schuss brachte die Gäste nochmal ran und als endlich mal eine von Ryan Malones Einwurfflanken durchkam, war Marcel Bär (61.) zur Stelle.

Nur noch 2:3 und Günther-Schmidt (73.) mit der dicken Gelegenheit. Völlig frei köpfte der offensive Mittelfeldspieler aus fünf Metern erst auf den Torhüter und setzte den Nachschuss aus kürzester Entfernung an den Pfosten.

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Aue, das keinen akustischen Support aus dem Auswärtsblock erhielt, gab sich nicht auf und lief in den Konter.

Die eingewechselten Guttau und Uhlmann rannten sich über den Haufen. Essen spielte tief. Dickson Abiama tanzte sich am Strafraum durch und steckte auf Mizuta (82.). Schicht im Schacht.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 29 49:26 58
2 FC Energie Cottbus 29 54:43 53
3 Rot-Weiss Essen 29 59:48 52
4 MSV Duisburg 29 52:40 51
5 FC Hansa Rostock 29 52:32 50
6 TSV 1860 München 29 45:37 49
7 SC Verl 28 63:41 48
8 SV Wehen Wiesbaden 29 42:32 48
9 SV Waldhof Mannheim 29 47:53 42
10 Alemannia Aachen 29 51:50 41
11 Viktoria Köln 29 40:39 38
12 FC Ingolstadt 04 28 46:38 37
13 SSV Jahn Regensburg 29 37:43 36
14 TSG 1899 Hoffenheim II 28 53:52 35
15 VfB Stuttgart II 28 34:46 35
16 1. FC Saarbrücken 29 40:43 33
17 FC Erzgebirge Aue 29 33:52 24
18 SSV Ulm 1846 28 37:58 24
19 TSV Havelse 29 41:64 23
20 1. FC Schweinfurt 05 28 26:64 14

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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