Support, Torhüterfrage, Torgefahr: Diese Erkenntnisse liefert Dabrowskis Aue-Debüt

Aue - Zwar nur einen Zähler geholt, aber dafür wichtige Erkenntnisse und Ansatzpunkte gewonnen: Erzgebirge Aue hat am Sonnabend gegen den 1. FC Saarbrücken (0:0) den ersehnten Befreiungsschlag verpasst. Das torlose Remis gegen die mittlerweile 16 Spiele sieglosen Saarländer ist zu wenig gewesen, um für den Moment unten herauszukommen.

Zwischen Mannschaft und Fans passt es: Auch Neu-Coach Christoph Dabrowski (47, l.) feierte nach dem Spiel gleich mit.
Zwischen Mannschaft und Fans passt es: Auch Neu-Coach Christoph Dabrowski (47, l.) feierte nach dem Spiel gleich mit.  © Dennis Hambeck/Erzgebirge Aue

Doch war nicht alles negativ. Unüberseh- und -hörbar: Zwischen Mannschaft und Fans passt trotz anhaltenden Misserfolgs kein Blatt. Vor der Partie gab's vom Capo die Ansage in Richtung Platz und nach Spielende wurde vor dem Block Geschlossenheit gezeigt.

Da war auch sofort der neue Cheftrainer Christoph Dabrowski (47) mittendrin im Geschehen, der für sich als Pluspunkt verbuchen konnte, dass, nach drei Spielen mit acht Gegentoren, bei seinem Debüt hinten die Null stand: "Defensiv haben wir eine gute Leistung und Stabilität gezeigt, worauf wir aufbauen können." Er sah auch, dass seine Mannschaft, als sie nach der Pause ins Wanken geriet, nicht auseinanderfiel.

Eine weitere Erkenntnis: In der Verfassung von Sonnabend ist und bleibt Martin Männel (37) die klare Nummer eins.

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Hinten war er die sichere Bank. Nach vorne kann er den Siegtreffer einleiten, wenn Vincent Ocansey (25, 86. Minute) die Steilvorlage aus seinem Abschlag heraus nicht leichtfertig und überhastet in einem Mix aus Lupfer und was auch immer drüber setzt.

Erzgebirge Aue muss konsequenter werden

Das erste Spiel des neuen Aue-Trainers Christoph Dabrowski lieferte noch keine drei Punkte, aber wichtige Erkentnisse.
Das erste Spiel des neuen Aue-Trainers Christoph Dabrowski lieferte noch keine drei Punkte, aber wichtige Erkentnisse.  © Picture Point / Roger Petzsche

"In der Situation, wie sich der Torwart bewegt und wie es sich für 'Vinc' angefühlt hat, war der Lupfer nicht die falsche Entscheidung. Geht er rein, jubeln wir. Geht er nicht rein, sagen alle 'hättest du mal'!", hielt Männel hinterher die Hand schützend über den Winter-Neuzugang.

Er stellt sich in der schwierigen Gemengelage vor die Mannschaft: "Ich lass' nichts an sie ran. Sie hat das Potenzial, die Energie und die Qualität. Wir werden den Klassenerhalt schaffen!"

Um den letzten Satz in die Tat umzusetzen, müssen allerdings die Ansatzpunkte, die Spieltag 23 gab, angegangen werden. Dabrowski vermisste ein Stück weit die Siegermentalität, "die nötige Geilheit, um den Lucky Punch zu setzen", wie er es auf TAG24-Nachfrage zur PK nannte.

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Ein weiteres Thema, woran dringend gearbeitet werden müsse, lag für den 47-Jährigen auf der Hand: "Wir müssen noch mehr Konsequenz rund um und im Sechzehner an den Tag legen, um uns letztendlich klare Chancen zu erspielen."

Will Aue, das aktuell die zweitschlechteste Offensive stellt, in der Tabelle Sprünge machen, muss es Folgendes beherzigen, wie Dabrowski klarstellt: "Wir brauchen Tore! Das ist der Ansatzpunkt, an dem wir arbeiten werden."

Titelfoto: Bildmontage: Dennis Hambeck/Erzgebirge Aue, PICTURE POINT / Roger Petzsche

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