Neuer Aue-Coach vor erstem Spiel: "Es geht darum, der Mannschaft positive Energie zu geben"

Aue - "Man braucht einen langen Atem, muss Rückschläge verkraften können und vor allem immer wieder positiv bleiben", unterstreicht Christoph Dabrowski (47) vor seinem ersten Spiel an der Seitenlinie.

Marcel Bär (33) hat die Qualität und die Erfahrung, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen.
Marcel Bär (33) hat die Qualität und die Erfahrung, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Mit neuem Cheftrainer, aber ohne Transferoffensive, geht Erzgebirge Aue die Mission Klassenerhalt an. Es sind noch 16 Spiele, in denen 48 Punkte zu verteilen sind. Aktuell steht der Schacht bei 22 Zählern. Letztes Jahr brauchte es 44 Punkte, um über dem Strich zu stehen.

"Es geht darum, die Challenge anzunehmen, in 16 Spielen diesen Verein und die Region, die dazugehört, in der Liga zu halten und der Mannschaft eine positive Energie zu geben", sagt der neue Veilchen-Coach.

Samstag (14 Uhr) gegen das seit 15 Spielen sieglose Saarbrücken steht das nächste Schlüsselspiel an. Baut man, wie zuvor Ulm (0:3) und Havelse (1:3), das dritte Mit-Kellerkind auf oder gelingt endlich ein Befreiungsschlag, verbunden mit dem Sprung über den ominösen Strich?

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"Es waren intensive, lange Tage, in denen ich mir erste Eindrücke geholt habe, in Form von Einzelgesprächen, wo man ein Stück weit in die Jungs hineinhorcht, aber auch auf dem Platz. Die Mannschaft hat die Bereitschaft gezeigt, Dinge umzusetzen. Die Jungs waren sehr fleißig", gewährt Dabrowski Einblick in die ersten Tage auf dem Trainingsplatz.

Neu-Coach Christoph Dabrowski (47) hat jede Menge Eindrücke gesammelt.
Neu-Coach Christoph Dabrowski (47) hat jede Menge Eindrücke gesammelt.  © Picture Point/Roger Petzsche

Neuer Aue-Coach Dabrowski: "Hierarchie und Rollenverständnis innerhalb einer Mannschaft extrem wichtig"

15 Spiele sieglos: Bei Saarbrückens Patrick Schmidt (32) und Kollegen herrscht jede Menge Frust.
15 Spiele sieglos: Bei Saarbrückens Patrick Schmidt (32) und Kollegen herrscht jede Menge Frust.  © IMAGO/Fussball-News Saarland

Am Dienstag hatte er seine erste Einheit geleitet. Zuvor bei der Vorstellung im selten so vollen Presseraum des Erzgebirgsstadions hatte der 47-Jährige schon mal einen Fingerzeig darauf gegeben, wie er sich das Coaching vorstellt.

Kräfte zu bündeln, Stabilität und Wachsamkeit beim Verteidigen sind ihm wichtig. Dazu den Spielern das gewisse Selbstverständnis zu geben, viel mit ihnen zu sprechen.

"Ich bin ein Trainer, der den Kontakt über die Kommunikation sucht und da geht es um eine Hierarchie und ein Rollenverständnis, was ich innerhalb einer Mannschaft extrem wichtig finde. Mir ist wichtig, dass ein Spieler mir zu verstehen gibt, in welcher Rolle er sich sieht und man das gegenseitig abgleicht. Dann ist es messbar und auch überprüfbar. Und dann entsteht eine Gruppendynamik", betont Dabrowski.

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Man darf gespannt sein, ob das Rollenverständnis eines jeden einzelnen mit dem des neuen Cheftrainers übereinstimmt oder aber sich Ansatzpunkte ergeben, wo Dabrowski Änderungen vornimmt.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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