Erzgebirge Aue und Altglienicke liefern sich torreichen Schlagabtausch
Aue - Wildes Spiel zum Auftakt im Erzgebirge! Erzgebirge Aue hat sich zum Saisonstart von der VSG Altglienicke mit 3:3 (2:2) getrennt.
Eigengewächs Max Uhlig erhielt zwischen den Pfosten den Vorzug vor Martin Männel.
Überhaupt hatte sich gegenüber der Generalprobe gegen Schalke nichts geändert. Es startete exakt dieselbe Elf.
In der ersten Spielminute ruhte auch bei der Partie im Erzgebirge der Ball. Die Vereine der Regionalliga wollten damit gegen die aus ihrer Sicht unfairer Aufstiegsreform protestieren.
Das erste Ausrufezeichen setzten die Gäste aus der Bundeshauptstadt. Altglienicke war vom Start weg darauf bedacht, die Spielkontrolle zu übernehmen und hatte durch Sven Sonnenberg (10.) die Chance zur Führung. Seinen Kopfball lenkte Patrick Kapp noch ab, doch Uhlig parierte mit starkem Reflex.
Nur drei Minuten später war der Aue-Keeper erneut gefordert. Gegen Mehmet Ibrahimi (13.) packte er eine Fußparade aus und verhinderte so den Einschlag ins kurze Eck.
Erzgebirge Aue nach der Führung zu passiv
Dann fiel das erste Auer Saisontor. Und das ging zu 90 Prozent auf das Konto von Linus Queißer auch wenn der 1:0-Torschütze mit Lennart Czyborra (17.) ein VSG-Spieler war. Der Neuzugang von Eintracht Braunschweig ließ am Strafraum drei Mann stehen, schoss Sven Sonnenberg durch die Beine und zog
dann energisch an den Fünfer.
Aue blieb aber einfach zu passiv und ließ Altglienicke im Mittelfeld gewähren. Das rächte sich nun.
Jonas Nietfeld ließ abtropfen für Sydney Sylla (31.), der sich das Leder vom rechten auf den linken Schlappen legte und dann trocken zum 1:1 ins linke Eck abschloss. Patrick Kapp fälschte noch unglücklich ab.
Offener Schlagabtausch im Schacht. Uhlig (38.) rettete einmal mehr bockstark gegen Nikos Zografakis. Beim anschließenden Eckball war der Rückhalt dann völlig machtlos gegen John Anthony Brooks (1:2, 39.). Die Veilchen ließen sich vom Rückstand nicht beirren und glichen über Tim Maciejewski (40.) zum 2:2 aus.
Eine irre erste Halbzeit im Lößnitztal ging zu Ende und was soll man sagen? Die Paarung hielt, was sie versprochen hatte.
Marcel Bär bringt Aue vom Elfmeterpunkt gegen Altglienicke in Führung
Marcel Bär (58.) brachte Aue vom Elfmeterpunkt aus wieder in Führung - 3:2! Vorausgegangen war ein Missverständnis im Strafraum zwischen Ex-Veilchen Anthony Barylla und VSG-Keeper Luis Klatte.
Queißer war dazwischengespritzt und wurde dann von Klatte zu Fall gebracht.
Fast das 4:2! Aue hebelt die VSG mit einem tiefen Ball auf Christoph Pauling (75.) aus. Der Neuzugang aus Meuselweitz war gerade erst für Maciejewski in die Partie gekommen, nahm auf rechts Tempo auf und visierte das lange Eck an.
Der Ball klatschte an den Außenpfosten und
von da einen Tick zu weit zurück ins Feld, sodass Bär den Ball nicht mehr erreichte.
Dann die kalte Dusche! Aue verpasste die Vorentscheidung und wurde hinten von Nietfeld (85.) bestraft. Eigentlich hatten sich die Veilchen bereits gut befreit, aber die VSG konnte ihren Angriff nochmal neu über die rechte
Seite vortragen.
Die Eingabe segelte an Freund und Feind vorbei bis zwei Meter vor der Strafraumkante, wo Jonas Saliger das Leder vor der Grundlinie im Spiel hielt und auf den zweiten Pfosten zurückschippte. Nietfeld dann im Kopfballduell mit Vorteilen gegenüber Kapp. Ärgerlich!
Tor-Spektaktel endet mit gerechtem Unentschieden
Für den neutralen Zuschauer sicherlich ein Tor-Spektakel und ein, was die Chancen anbelangt, gerechtes Unentschieden, für die FCE-Fans aber dennoch zwei verlorene Zähler.
Bär hätte den Sack zumachen können, defensiv offenbarten die Schubitidze-Schützlinge einige Schwächen, gerade auch was die Lufthoheit anbelangte. Dazu parierte Uhlig in der ersten Halbzeit mehrfach stark.
zuletzt aktualisiert: 16.36 Uhr
Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

