Fan-Invasion von Energie? Aue will zum Ost-Derby ein Heim-Bollwerk entgegenstellen

Aue-Bad Schlema - Will Erzgebirge Aue die 3. Liga halten, muss es endlich wieder zur Macht im Schacht werden! Noch sieben Heimspiele hat die Dabrowski-Elf vor der Brust, von denen im besten Falle mindestens fünf gewonnen werden sollten. Leichter gesagt als getan, wie das nächste Heimspiel am Sonntag (16.30 Uhr) gegen Energie Cottbus zeigt. Die Lausitzer sind nicht nur der Ligaprimus, sondern werden von bis zu 2000 Fans begleitet.

FCE-Präsident Thomas Schlesinger (53) will am Sonntag alle Erzgebirger im Stadion sehen.
FCE-Präsident Thomas Schlesinger (53) will am Sonntag alle Erzgebirger im Stadion sehen.  © picture point/Sven Sonntag

Mit dieser Zahl rechnet der Kumpelverein zumindest, nachdem bereits 1800 Karten an Energie gingen. "Die Gästetickets sind binnen kurzer Zeit vergriffen gewesen, und Energie hätte noch deutlich mehr verkaufen können, sodass wir davon ausgehen, dass sich Gästeanhänger auch Eintrittskarten für die neutralen Blöcke besorgen", sagt FCE-Präsident Thomas Schlesinger (53) gegenüber TAG24.

Die Verantwortlichen im Kumpelverein setzten ohnehin auf einen anderen Ansatz: alle Erzgebirger ins Stadion! Schlesinger bittet die Region, in dieser schwierigen Zeit, hinter den Veilchen zu stehen:

"Wir alle wissen, dass die Mannschaft liefern muss. Wir alle wissen, dass die Fans und Zuschauer im eins-Erzgebirgsstadion nicht immer das gesehen haben, was sie erwarten - nämlich bedingungslosen Kampf. Für das Derby müssen wir aber alles mobilisieren, um die Trendwende in 2026 mit drei Punkten gegen den Tabellenersten einzuleiten. Dieses Ziel ist aber nur zu erreichen, wenn die Region, das Erzgebirge mit der Mannschaft gemeinsam erfolgreich ist. Wir müssen ein gefühltes Auswärtsspiel verhindern!"

FCE-Präsident Thomas Schlesinger: "Jeder, der diesen Verein liebt, ist am Sonntag im Stadion!"

"Wir sind Wismut Aue" soll es beim Spiel gegen Cottbus durch das Stadion schallen.
"Wir sind Wismut Aue" soll es beim Spiel gegen Cottbus durch das Stadion schallen.  © picture point/Sven Sonntag

Oder wie es Stadionsprecher Mario Dörfler vor jedem Heimspiel einfordert: "Zeigt, wer wir sind! Wer ist Wismut Aue?"

Da muss am Sonntag ein tosendes "Wir sind Wismut Aue!" entgegenschallen, dass einem Hören und Sehen vergeht.

"Jeder, der diesen Verein liebt, ist am Sonntag im Stadion! Die Jungs brauchen die Unterstützung. Oft heißt es, dass der Funke vom Rasen auf die Ränge überspringen muss. Jetzt müssen wir alle dafür sorgen, dass der Funke von den Rängen auf die Mannschaft überspringt und sie in den Heimspielen trägt", so Schlesinger.

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Denn bislang gleicht das eigene Wohnzimmer bei nur 17 Zählern aus zwölf Partien einer Festung, bei der der Wassergraben trockengelegt wurde, man vergessen hat, die Zugbrücke hochzuziehen, und das Tor sperrangelweit offen steht.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag (2)

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