Standards, Zielstrebigkeit, Selbstvertrauen: So will Aue Viktoria Köln knacken

Aue - Viele Pressekonferenzen hat Christoph Dabrowski (47) in seiner relativ kurzen Zeit als neuer Cheftrainer von Erzgebirge Aue noch nicht abgehalten. Es waren derer drei: Vorstellung (3.2.), PK nach Saarbrücken (7.2.) und PK vor Viktoria Köln (11.2.). Die klare Ansprache ist dennoch wie ein dicker roter Faden zu erkennen. Dabrowski scheut sich nicht, die Kritikpunkte anzusprechen, geizt aber auch nicht mit Lob. TAG24 gibt die Stichworte fürs Spiel am Freitag bei Viktoria Köln.

Bei Standards und anschließenden Strafraumszenen müssen die Auer noch zielstrebiger werden als hier gegen Saarbrücken.
Bei Standards und anschließenden Strafraumszenen müssen die Auer noch zielstrebiger werden als hier gegen Saarbrücken.  © IMAGO/Frank Kruczynski

Gefahr aus Standards

Dabrowski: "Um das Positive herauszuziehen: Ich fand, dass wir die Standards defensiv richtig gut verteidigt haben, woran wir auch festhalten wollen, um keine Gegentore daraus zu fangen. Bei offensiven Standards ist unser Ziel, unser Anspruch, den Gegner mehr in Bedrängnis zu bringen und klarere Möglichkeiten herauskommen. Das bedingt den Schützen, dass die Bälle besser kommen, aber genauso die Galligkeit, auch so in die Bälle hineinzujagen, dass man die Möglichkeit hat, den Ball aufs Tor zu bringen. Ich hoffe, dass da in naher Zukunft eine Weiterentwicklung zu sehen ist."

Mehr Zielstrebigkeit

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Dabrowski: "In vielen Spielphasen hatten wir gegen Saarbrücken eine gewisse Galligkeit, um intensiv zu spielen. Die Boxbesetzung war ordentlich, mit zwei Spitzen und zwei Zehnern dahinter. Ich glaube aber, dass wir zu oft eine falsche Entscheidung getroffen haben. Da geht es darum, einen Zielball zu spielen und zu wissen, wo wir einen Offensivspieler zum Einlaufen bringen wollen. Es geht aber auch um die nötige Konsequenz und Geschlossenheit, nicht noch zwei-, dreimal querzuspielen."

Dabrowskis Erwartung: "Mit Geschlossenheit, Kompaktheit und Intensität auftreten"

Christoph Dabrowski (47) versucht, seine Veilchen in die richtige Richtung zu lenken.
Christoph Dabrowski (47) versucht, seine Veilchen in die richtige Richtung zu lenken.  © Picture Point/Roger Petzsche

Das nötige Selbstvertrauen

Dabrowski: "Ich versuche, den Jungs Vertrauen in Form von Einzelgesprächen zu geben, aber auch im Training Situationen zu pushen und zu provozieren. Am Ende geht es immer um die Umsetzung unter Wettkampfdruck - und die Belohnung. Manchmal braucht es in so einer Situation auch das Quäntchen Glück, ein Spiel dreckig zu gewinnen. Das würde ich mir für Freitag wünschen."

Wie man Köln knackt

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Dabrowski: "Ich habe den Jungs mitgegeben, dass es keine Rolle spielt, ob wir zu Hause oder auswärts spielen. Meine Erwartungshaltung ist, mit der gleichen Geschlossenheit, Kompaktheit und Intensität aufzutreten. Auf uns kommt ein Gegner zu, der sehr mannorientiert verteidigt und wenig Reaktionszeit gibt. Da geht es viel darum, Räume zu öffnen und die Tiefe anzusteuern, aber auch als Mannschaft intensiv und eklig aufzutreten - und das nicht nur in Phasen von 20 bis 25 Minuten. Das wird die Herausforderung sein."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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