"Ganz schlechter Stil!" – Aue zeigt Verhalten eines Amateurvereins

Aue-Bad Schlema - Der FC Erzgebirge lässt derzeit kein Fettnäpfchen aus! Fans werden auf eine Stufe mit "wildfremden Menschen" gesetzt – als Begründung für einen Info-Abend hinter verschlossenen Türen.

Erik Majetschak (26) gehörte zu den Führungsspielern in Aue, sucht nun aber das Weite.  © Sven Sonntag/Picture Point

Ein Führungsspieler wie Erik Majetschak (26) sucht wegen der unterschiedlichen Vorstellungen der Verantwortlichen in Bezug auf sportliche Perspektive und Wertschätzung das Weite. Und dann ist da noch das Agieren der Vereinsführung in der Trainerfrage.

Der Kumpelverein hatte eine Handvoll Kandidaten auserkoren beziehungsweise kontaktiert, darunter die Ex-Veilchen Christian Tiffert (44) und René Klingbeil (45). Beide vereinsintern hoch angesehen.

Auch Kevin Rodewald (34), der zuvor Regionalligist FC Eilenburg coachte, war in der engeren Auswahl. Eigentlich gehört es sich in der Branche, den nach erfolgter Trainerentscheidung nicht berücksichtigten Kandidaten abzusagen, bevor man damit an die Öffentlichkeit geht.

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Dies war jedoch offensichtlich nicht der Fall, wie TAG24 aus Beraterkreisen sowie von nicht berücksichtigten Kandidaten bestätigt wurde. Einer aus dem Favoritenkreis erfuhr letztlich via Instagram, dass die Veilchen letztlich Interimstrainer Khvicha Shubitidze (51) zum Chefcoach beförderten.

Ein absolutes No-Go, zumal die Kandidaten zuvor nicht einfach nur lose angefragt wurden, sondern auch in persönlichen Gesprächen vor Ort im Lößnitztal waren.

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Veilchen nach Abstieg nicht mehr im Profifußball

Präsident Thomas Schlesinger erklärte stellvertretend für Vorstand und Aufsichtsrat Mitte Mai, dass Khvicha Shubitidze (51) zum Chefcoach befördert wird.  © Sven Sonntag/Picture Point

In der Branche ist es aktuell jedenfalls ein heiß diskutiertes Thema. O-Ton: "Das ist ganz schlechter Stil." Auch wird davon gesprochen, dass sich im Profifußball so nicht verhalten wird.

Ketzerisch gesprochen könnte man allerdings dagegenhalten, dass sich der Schacht mit dem Abstieg auch nicht mehr im Profifußball bewegt, sondern im Amateurlager angekommen ist.

Dass die Vereinsführung sich in Branchenkreisen aber so schnell diesen Ruf erarbeitet hat, lässt tief blicken.

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Fraglich ist, wie lange der Kumpelverein eigene Unzulänglichkeiten als Fehler oder Versehen abtun, auf andere abwälzen oder aber die Medien vors Loch schieben kann.

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