"Haben alles versucht": Deswegen fiel Aues Transferoffensive aus

Aue - Die Winteroffensive auf dem Transfermarkt ist ausgeblieben und dennoch war Erzgebirge Aue nicht untätig.

Sportchef Michael Tarnat (56) vertraut auf den neuen Coach Christoph Dabrowski (47, nicht im Bild).
Sportchef Michael Tarnat (56) vertraut auf den neuen Coach Christoph Dabrowski (47, nicht im Bild).  © Picture Point / Gabor Krieg

Sportchef Michael Tarnat (56) verlieh Paul Seidel (19) in die Regionalliga West nach Bocholt und holte im Gegenzug Stürmer Vincent Ocansey (25) von Arminia Bielefeld.

Der wechselwillige Boris Tashchy (32) bleibt derweil auf der Gehaltsliste, da sich in Deutschland offensichtlich kein Abnehmer fand.

Tarnat: "Ich hatte gesagt, wenn wir etwas machen, dann nur mit Spielern, die uns verbessern. Ich habe mit Spielern gesprochen, die mir aber alle abgesagt hatten aus verschiedensten Gründen, die ich hier nicht nennen will. Christoph Dabrowski (47), das Trainerteam und ich haben dann am Montag [Deadline Day am Transfermarkt, Anm. d. Red.] zusammengesessen und es ging nichts."

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"Wir haben alles versucht, Spieler hierhin zu bekommen, aber es ist uns nicht gelungen. Dann haben wir gesagt, wir müssen den Jungs, die da sind, das Vertrauen geben. Das ist eine talentierte Mannschaft, bei der ich überzeugt bin, dass Christoph den Hebel findet, mit dem wir die PS auf den Platz bekommen", erklärt Tarnat, wieso Aue keine weiteren Transfers realisiert hat.

Neuer Aue-Trainer Christoph Dabrowski: "Es geht viel über Kommunikation"

Christoph Dabrowski (47, r.) und Co-Trainer Lars Fuchs (43) haben bereits bei Hannover 96 zusammengearbeitet.
Christoph Dabrowski (47, r.) und Co-Trainer Lars Fuchs (43) haben bereits bei Hannover 96 zusammengearbeitet.  © Picture Point / Roger Petzsche

Der Neuzugang, der letztlich den Klassenerhalt sichern soll, wurde für die Trainerbank geholt: Christoph Dabrowski.

Dass der wie zuvor schon Tarnat Potenzial in der Mannschaft sieht, hob er bei seiner Vorstellung am Dienstagmittag hervor. "Es geht viel über Kommunikation und darüber, die Jungs zu bestärken, dass durchaus die Qualität vorhanden ist. Wir haben innerhalb der Positionen das Potenzial in der 3. Liga zu bleiben", so Dabrowski.

Die Schlüssel, das Potenzial zu heben, seien harte Arbeit und viel Kommunikation.

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"Ich bin ein Trainer, der immer wieder den Kontakt über die Gespräche sucht. Da geht es auch um die Hierarchie und das Rollenverständnis, was ich innerhalb einer Mannschaft extrem wichtig finde. Mir ist schon wichtig, dass der Spieler zu verstehen gibt, in welcher Rolle er sich sieht und man das gegenseitig abgleicht. Dann ist es messbar, kann immer wieder überprüft werden und dann entsteht auch eine Gruppendynamik", sagt der neue starke Mann an der Seitenlinie.

Vor allem die Offensive sieht er gut besetzt mit "spannenden Spielern, die auch schon in der 3. Liga auf sich aufmerksam gemacht haben". Hiermit dürften insbesondere Torjäger Marcel Bär, Marvin Stefaniak oder Julian Guttau gemeint sein. Die Defensive dagegen benötige Stabilität und Wachheit.

Richten müssen es jene Spieler, mit denen Aue unter Jens Härtel an 13 von 22 Spieltagen unter dem Strich stand. Es ist aber nicht so, dass man niemanden mehr in den Schacht holen wollte oder das Geld gefehlt hat.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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