Kurioses Nebeltor und Spielunterbrechung! Aue verliert auch bei 1860
München - Erzgebirge Aue verliert im Nebel von Giesing erst den Durchblick und durch einen kuriosen Treffer der Marke "Kacktor des Monats" mit 1:2 (1:1) auch das Spiel bei 1860 München.
Diese Saison gehen die Veilchen aber wirklich das komplette Programm an Pleiten, Pech und Pannen durch! Im einsetzenden extremen Nebel schickte Ryan Malone beim Versuch zu klären das erste Steilfeuergeschoss gen Himmel. Der Ball kam wie ein Bumerang zurück und Luan Simnica, der auf die Sechs gerückt war, da Eric Uhlmann den gesperrten Tristan Zobel in der Viererkette vertrat, schlug den nächsten Klärungsversuch in den nebligen Abendhimmel.
Martin Männel verlor den Überblick und kam nicht an den herunterfallenden Ball. Sigurd Haugen (50.) staubte ab und der Schacht fing sich wie schon bei Viktoria Köln Mitte Februar ein "Kacktor".
Dass die Witterungsverhältnisse widrig waren, steht außer Frage, denn wenige Minuten danach gab es eine rund viertelstündige Unterbrechung. Zeit, kurz zu rekapitulieren, was bisher geschah.
Die ersten Spielminuten waren völlig vogelwild. Aue machte zu Beginn das Spiel, aber fing sich das Tor. Kevin Vollands Schuss hielt Männel überragend. Beim Abpraller stand niemand bei Maximilian Wolfram (7.) - 0:1.
Spielunterbrechung wegen "Nebel des Grauens"
Dann war die Ex-Sechziger-Kombo dran. Julian Guttau mit der Vorlage auf Marcel Bär (12.) - 1:1. Aues Lebensversicherung erzielte damit sein viertes Tor innerhalb der letzten acht Spiele.
Dann brüllten wieder die Löwen: Der mit aufgerückte Siemen Voet (13.) traf die Latte. Die Veilchen dabei im doppelten Glück, denn Marvin Stefaniak fälschte den Ball mit dem abgespreizten Arm ab. Gibt's dafür Elfer, dürfen sich die Gäste nicht beschweren.
Aue bettelte. Voet (26.) nach Freistoß von Tim Danhof am langen Pfosten frei, aber den Tick zu ungenau. Erst kurz vor der Pause dann wieder Gäste - und wie! Bär (43.) spritzte in Pascal Fallmans Schuss, was Thomas Dähne zur Glanzparade zwang.
Das Spiel bis zum "Nebel des Grauens" für die Auer ausgeglichen. Und auch nachdem es bei Minute 53:30 weiterging, war es eine Partie auf Augenhöhe, in der die Veilchen von Minute zu Minute mehr und mehr aufblühten.
Bär (85./89.) und Malone (90.+3.) mit den Gelegenheiten, aber 1860 rettete die Führung mit mächtig Dusel über die Zeit. Die Torschüsse mit 20:8 für Aue sprachen Bände. Der Schacht hadert mit sich und dem Nebel.
Titelfoto: PICTURE POINT/ S.Sonntag (3)

