Eilenburg/Aue-Bad Schlema - Der kleine FCE trifft auf den großen FCE: Regionalliga-Absteiger FC Eilenburg empfängt am Sonntag Drittligaabsteiger Erzgebirge Aue im Wernesgrüner Sachsenpokal. Das Duell zwischen Fünft- und Viertligist ist das Spitzenspiel der dritten Runde und gefühlt so etwas wie Aue I gegen Aue II.
Mit Fabian Mehlitz (18), Pascal Wendisch (19), Liam Bräunig (19) und Maxim Kindel (19) sind vier Spieler im Sommer von der A-Jugend der Erzgebirger nach Nordsachsen gewechselt. Ebenfalls lila-weiße Vergangenheit besitzen die beiden Torhüter Niclas Ben Edelmann (23) und Jean-Marie Plath (24) sowie die Feldspieler Franco Schädlich (22, spielte unter Pavel Dotchev 3. Liga), Julian Stephan (19) und Noah Baumann (24).
"Die Jungs sind natürlich besonders heiß. Es wäre aber schlimm, wenn ich überhaupt einen extra für dieses Spiel motivieren müsste. Die Frage ist nur, wen lässt du gegen das große Aue von der Kette?", ist es an Karsten Oswald (51), darauf die passende Antwort zu finden.
Der Star steht beim FC Eilenburg an der Seitenlinie. Unter anderem 103 Zweitligaspiele für den Chemnitzer FC und Dynamo Dresden stehen in der Vita des 51-Jährigen.
Seit Mitte März ist "Ossi" in Eilenburg.
Karsten Oswald vorm Pokal noch mal im Erzgebirgsstadion
Selbstverständlich ließ er sich am Sonntag die Gelegenheit nicht nehmen, Aue noch mal live im Erzgebirgsstadion gegen Chemie Leipzig zu scouten. Was ihm nicht verborgen geblieben ist:
"Aue ist anfällig bei Standards und wir wissen ja, dass so viele Spiele entschieden werden. Und wir haben ja auch ein paar Jungs mit Gardemaß dabei."
Dazu sieht er seine Truppe in puncto Robustheit in der Lage, dem großen Favoriten auch körperlich beikommen zu können.
"Wenn wir als Außenseiter eine Chance haben wollen, müssen wir defensiv ordentlich dabei sein, dürfen uns aber nicht nur hinten reinstellen", erklärt Oswald und schiebt auf die Außenseiterrolle angesprochen nach: "Wir sind Fußballer geworden, um zu gewinnen."