Ohne Derbys bisher! Aue-Fans sorgen dennoch für Zuschauer-Boom
Aue - Erzgebirge Aue zieht trotz des erstmaligen Abstiegs in die Viertklassigkeit die Massen an. Die ersten vier Heimspiele sahen 32.283 Zuschauer, was der zweitbeste Wert der Regionalliga Nordost ist.
Der Schnitt (8071 pro Spiel) ist ligaweit der zweitbeste hinter dem Chemnitzer FC (9289) und der drittbeste von allen 91 Vereinen der fünf Regionalligen. Hier thront gegenwärtig 1860 München (15.000 pro Spiel) an der Spitze.
Wie extrem stark der Wert ist, zeigt sich auch darin, dass der Spielplan bisher mit Altglienicke, BFC Dynamo, BFC Preussen und Hertha II. Gegner ins Lößnitztal brachte, die weder zur Kategorie Derby zählen, noch großartig Gästefans mitbrachten - außer dem BFC Dynamo.
"Was Erzgebirge Aue für ein Stadion hat, für eine Power mit den Fans, das sucht seinesgleichen", hatte zum Beispiel BFC-Coach Sven Körner (44) geschwärmt.
Der CFC zum Vergleich hielt bereits die beiden Bezirksderbys gegen Zwickau und Aue sowie den Ost-Schlager gegen Jena ab, die alle drei Kassenschlager waren.
Doch nicht nur zu Hause ziehen die Veilchen ihre Fans in Scharen an. Auch auf den Auswärtsfahrten ist auf den Anhang Verlass. Zu Tasmania Berlin reisten an einem Freitagabend 1200 Schlachtenbummler mit nach Neukölln.
In Chemnitz waren 2200 Schachter am Start. Marcel Bärs (34) Last-Minute-Treffer zum Sieg vorletzten Sonntag bei Lok Leipzig bejubelten 1721 Anhänger im Gästebereich des Bruno-Plache-Stadions.
Fans reisen zahlreich zu den nächsten Auswärtsspielen
Und auch die nächsten Zahlen sprechen für sich. In der kommenden englischen Woche geht es erst mittwochs zu Magdeburg II., und drei Tage später wird der Gästeblock im Steigerwaldstadion aller Voraussicht nach ausverkauft sein.
Schon 1650 der 2000 Eintrittskarten, die das Gästekontingent bei Rot-Weiß Erfurt umfasst, sind vergriffen.
Zuvor geht es am Sonnabend zu Hause gegen den FSV Luckenwalde, der jüngst den ersten Trainerwechsel vermeldete. 4000 Fans haben sich hierfür ihre Karte bereits gesichert.
Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg
