Offener Schlagabtausch im Schacht: Erzgebirge Aue gleicht Rückstand aus
Aue - Endlich geht es wieder um Punkte! Erzgebirge Aue startet mit dem Heimspiel gegen die VSG Altglienicke in die Regionalligasaison 2026/27. Bereits zur Halbzeit steht es 2:2 im Schacht.
Die Torhüterentscheidung war bereits zur Pressekonferenz am Donnerstag gefallen. Nachdem sich Veilchen-Coach Khvicha Shubitidze vor dem Spieltag noch bedeckt halten wollte, ist die Katze nun aus dem Sack!
Eigengewächs Max Uhlig erhält das Vertrauen und bestreitet den Auftakt gegen die VSG Altglienicke zwischen den Pfosten.
Ein kleinen Fingerzeig gab die Generalprobe gegen Schalke 04, wo der 19-Jährige bereits den
Vortritt vor Martin Männel erhielt. Überhaupt hat sich gegenüber letzten Sonntag nichts am Aufgebot geändert. Es startet exakt dieselbe Elf.
Doch in der ersten Spielminute ruht auch bei der Partie im Erzgebirge der Ball. Die Vereine der Regionalliga wollen damit gegen die aus ihrer Sicht unfairer Aufstiegsreform protestieren.
Das erste Ausrufezeichen setzen die Gäste aus der Bundeshauptstadt. Altglienicke ist vom Start weg darauf bedacht die Spielkontrolle zu übernehmen und hat durch Sven Sonnenberg (10.) die Chance zur Führung. Seinen Kopfball lenkte Patrick Kapp noch ab, doch Uhlig pariert mit starkem Reflex.
Nur drei Minuten später ist der Aue-Keeper erneut gefordert. Gegen Mehmet Ibrahimi (13.) packt er eine Fußparade aus und verhindert so den Einschlag ins kurze Eck.
Erzgebirge Aue nach der Führung zu passiv
Da ist das erste Auer Saisontor! Und das geht zu 90 Prozent auf das Konto von Linus Queißer auch wenn der Torschütze mit Lennart Czyborra (17.)
ein VSG-Spieler ist. Denn wie fantastisch war das bitteschön von Queißer initiiert?!
Der Neuzugang von Eintracht Braunschweig ließ am Strafraum drei Mann stehen, schoss Sven Sonnenberg durch die Beine und zog
dann energisch an den Fünfer.
Die gefährliche Eingabe nach innen lenkte dann Czyborra ab.
Aue bleibt aber einfach zu passiv und lässt Altglienicke im Mittelfeld gewähren. Das rächt sich nun.
Jonas Nietfeld ließ abtropfen für Sydney Sylla (31.), der sich das Leder vom rechten auf den linken Schlappen legte und dann trocken ins linke Eck abschloss. Patrick Kapp fälschte noch unglücklich ab.
Offener Schlagabtausch im Schacht. Uhlig (38.) rettet einmal mehr bockstark und zwar diesmal gegen Nikos Zografakis. Beim anschließenden Eckball ist der Rückhalt dann völlig machtlos gegen John Anthony Brooks (39.). Die Veilchen lassen sich vom Rückstand nicht beirren und gleichen über Tim Maciejewski (40.).
Eine irre erste Halbzeit im Lößnitztal ist zu Ende gegangen und was soll man sagen? Die Paarung hält, was sie versprochen hat. Aufstiegsaspirant Altglienicke hat das Heft des Handelns über weite Strecken an sich gerissen. Zweimal war Uhlig machtlos, der aber noch drei sehr gute Paraden zeigte. Die Shubitidze-Elf zeigt sich hinten anfällig, dafür vorne sehr effektiv. Queißers Schuss lenkte Czyborra ins eigene Netz ab,
Maciejewski bescherte mit seinem ersten Saisontor den Gleichstand zur Pause.
Titelfoto: PICTURE POINT / Gabor Krieg (2)

