Sportvorstand Haustein zu Personal-Karussell: Ex-CFC-Torhüter und Härtel-Mitspieler verstärkt Aue

Aue - Als Jens Haustein im Sommer 2024 nach 23 Jahren als Bürgermeister der Gemeinde Drebach offiziell aus dem Amt schied, bekam er eine Ruhebank aus Holz zum Abschied geschenkt. Vielleicht sehnt er sich manchmal eine ruhige Sekunde darauf herbei. Denn was in den letzten anderthalb Monaten, die der neue Sportvorstand von Erzgebirge Aue im Amt ist, im Lößnitztal alles passierte und er mit an Entscheidungen von Tragweite zu treffen hatte, übertrifft das, was auf Vorgänger Volker Schmidt einprasselte.

Aue-Sportvorstand Jens Haustein äußert sich zum Personal-Karussell. Er hatte nicht erwartet, dass es so viele Änderungen geben würde.
Aue-Sportvorstand Jens Haustein äußert sich zum Personal-Karussell. Er hatte nicht erwartet, dass es so viele Änderungen geben würde.  © Erzgebirge Aue/Dennis Hambeck

"Ich hatte mir die ersten Wochen schon anders vorgestellt. Vor allem war vorab nicht davon auszugehen, dass sich sofort so viele Änderungen ergeben würden", macht sich Haustein ehrlich.

Das begann bei der harten aber nachvollziehbaren Entscheidung, sich von Co-Trainer Jörg Emmerich (51) und Sportchef Matthias Heidrich (48) zu trennen. Der neue Vorstand zerschlug damit den gordischen Knoten. Statt lila-weiße Veilchenwelt wurden die Dinge intern kritisch hinterfragt.

Denn nach Pavel Dotchev (60) konnte mit Jens Härtel (56) nicht ein zweites Mal binnen eines Jahres ein renommierter Cheftrainer, der wie Dotchev in der Vergangenheit mehrfach sein Können unter Beweis gestellt und Aufstiege herbeigeführt hatte, vors Loch geschoben werden. Heidrich wollte es so, die Gremien sahen das anders und bewiesen Rückgrat.

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Haustein: "Ich bleibe dabei, dass 'Matze' vieles richtig gemacht und auf den Weg gebracht hat im Verein. Vorstand und Aufsichtsrat sind letztendlich nicht einer Meinung mit ihm gewesen, was die Besetzung des Trainerpostens anbelangt hat, weshalb es zur Trennung kam. Das heißt nicht, er habe schlechte Arbeit gemacht."

Als ehrenamtlicher Sportvorstand gehören für Jens Haustein (r.) Spieler-Auszeichnungen, wie diese nach Martin Männels (37) 550. Punktspiel für Aue, genauso zum Tagesgeschäft, wie knallharte Personalentscheidungen.
Als ehrenamtlicher Sportvorstand gehören für Jens Haustein (r.) Spieler-Auszeichnungen, wie diese nach Martin Männels (37) 550. Punktspiel für Aue, genauso zum Tagesgeschäft, wie knallharte Personalentscheidungen.  © Michael Thiele

Ex-CFC-Torhüter Alexander Kunze kommt zu den Veilchen

Der gebürtige Marienberger Alexander Kunze (54) hat nach seiner Zeit als Aktiver (u.a. Chemnitzer FC, SV Babelsberg 03) als Torwarttrainer bei Eintracht Braunschweig, FC Ingolstadt und Austria Klagenfurt gewirkt.
Der gebürtige Marienberger Alexander Kunze (54) hat nach seiner Zeit als Aktiver (u.a. Chemnitzer FC, SV Babelsberg 03) als Torwarttrainer bei Eintracht Braunschweig, FC Ingolstadt und Austria Klagenfurt gewirkt.  © imago images/Stefan Bösl

Die vakanten Posten des Co-Trainers und Sportchefs wurden rasch mit Lars Fuchs (43) und Michael Tarnat (56) besetzt. Bei diesen beiden Personalien blieb es im Winter allerdings nicht. Eine personelle Dauerbaustelle - in dieser Spielzeit zumindest - ist die des Torwarttrainers.

Der Abgang von Georgios Berneanou (41, koordiniert mittlerweile den Torwartbereich bei Sharjah FC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten) kurz vor Saisonbeginn riss eine unvorhergesehene Lücke. Fürs Erste wurde diese durch Jens Voigt (40) geschlossen, der ursprünglich bis Saisonende 2025/26 bleiben sollte, wie der Kumpelverein im Juli erklärte.

Nachdem dieser aus familiären Gründen bereits jetzt vorzeitig ausgeschieden ist, verstärkt Alexander Kunze (54), früherer Zweitliga-Torhüter beim Chemnitzer FC und dem SV Babelsberg 03 (hier an der Seite von Jens Härtel), künftig die Veilchen.

Titelfoto: Erzgebirge Aue/Dennis Hambeck

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