Steht Aues Nkansah gegen seine Heimatstadt vorm Comeback?

Aue - Das Testspiel gegen Rot-Weiß Erfurt hatte Aue-Coach Pavel Dotchev (58) bewusst als Einsatzchance für die zweite Reihe angelegt - und als Comeback-Partie für Innenverteidiger Steffen Nkansah. Der 27-Jährige kehrte nach anderthalbmonatiger Verletzungspause zurück und spielte über 65 Minuten. Ist der gebürtige Münsteraner bereits eine Option fürs Spiel gegen den Verein aus seiner Heimatstadt SC Preußen?

Im Testspiel gegen Cottbus im Januar verletzte sich Steffen Nkansah (27) schwer. Nach zwei Monaten Verletzungspause ist er nun zurück, spielte am Dienstag im Test gegen Erfurt wieder.
Im Testspiel gegen Cottbus im Januar verletzte sich Steffen Nkansah (27) schwer. Nach zwei Monaten Verletzungspause ist er nun zurück, spielte am Dienstag im Test gegen Erfurt wieder.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Es ist schwer, ihn zu beurteilen. Er hatte großes Verletzungspech in der Hinrunde und fiel zuletzt wieder aus", runzelt Dotchev die Stirn: "Er muss sich herankämpfen, braucht Einheiten und Sicherheit in den Aktionen. Im Moment ist er noch keine Option."

So ähnlich klangen die Worte des 58-Jährigen, als er vor der Regensburg-Partie auf Nkansah angesprochen wurde. Das hatte zur Folge, dass stattdessen mit Tommy Stopp (19) und William Kallenbach (18) zwei Spieler aus der Kumpelschmiede mit auf der Ersatzbank saßen.

Die dünne Personaldecke vergangenes Wochenende machte sich deutlich bemerkbar, da nicht nur die verletzten Linus Rosenlöcher (23), Maxi Thiel (31), Niko Vukancic (22) und der erst kurz zuvor ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Nkansah fehlten, sondern auch die gelbgesperrten Omar Sijaric (22) und Tim Danhof (26).

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Dass Aue trotzdem beim Tabellenführer einen Zähler einfuhr, für Martin Männel (35) ein klarer Beweis, dass es im Kader passt: "Wir haben genügend Qualität drin. Punkt."

Majetschak und Jakob liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen

Spielt derzeit überragend auf: Kilian Jakob (26, l., gegen Regensburgs Jonas Bauer, 20).
Spielt derzeit überragend auf: Kilian Jakob (26, l., gegen Regensburgs Jonas Bauer, 20).  © IMAGO/Zink

Dieses klare Statement vom Veilchen-Kapitän kann durchaus so stehen bleiben, wenn man bedenkt, wie Erik Majetschak (23) den Ausfall von Vukancic zuletzt kompensiert hat oder Kilian Jakob (26) links hinten als Rosenlöcher-Ersatz überzeugt.

Dabei hatten sich Letztere bereits in der Winterpause ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Startelfplatz geliefert.

Dotchev: "Kilian hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt und sich richtig gut entwickelt. Wir sind sehr froh, dass er bei uns ist. Während Linus Rosenlöcher in der Defensive etwas rustikaler und konsequenter agiert, hat Kilian seine Stärken in der Offensive mit guten Flanken auch aus dem Halbfeld und Zug zum Tor. Er hat sich das Vertrauen verdient und erarbeitet."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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