Treffen mit Fanszene vor Kellerduell: Aue muss im Abstiegskampf "Kräfte bündeln"
Aue - Die Bilder vom vorigen Freitagabend in Hannover sind noch frisch. Viele enttäuschte Fans, die ihre Mannschaft nach der Havelse-Pleite auf dem Platz oder am Zaun des Auswärtsblocks im Eilenriedestadion zur Rede stellten. So wie sich Erzgebirge Aue zuletzt präsentierte, darf es nicht weitergehen.
Mit dem neuen Cheftrainer Christoph Dabrowski (47) wurde von Vereinsführung und Sportchef Michael Tarnat (56) die letzte Patrone in den Lauf geschoben.
Ab jetzt heißt es: alle gemeinsam für den Schacht. "Wenn wir hier von Geschlossenheit reden, von Geschlossenheit auf dem Platz, die der Sportdirektor einfordert, die berechtigterweise auch der Trainer einfordert, dann möchte ich auch noch mal an den gesamten Verein appellieren.
Dass jetzt alle, und damit meine ich nicht nur die Spieler, die auf dem Rasen 90 Minuten in der Pflicht sind, sondern auch alle im Umfeld, am kommenden Wochenende hier zur Stange halten", hofft Präsident Thomas Schlesinger, dass die Reihen am Sonnabend zum Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken geschlossen sind.
Nach TAG24-Informationen findet vor dem Kellerduell, das den Veilchen die Möglichkeit bietet, mit einem Sieg wieder von den Abstiegsplätzen zu springen, ein internes Treffen zwischen Vertretern der aktiven Fanszene und dem Staff um Aues "Feuerwehrmann" Dabrowski statt.
Auch dies unter der Maßgabe: Alle gemeinsam für den Klassenerhalt.
Aue-Trainer Dabrowski setzt auf Geschlossenheit
Und was gestern oder vorgestern gewesen ist, dafür kann der neue Mann an der Seitenlinie eh keine Rechenschaft ablegen, wohl aber dafür Sorge tragen, dass mit ihm die Trendwende gelingt.
Darin ruhen die Hoffnungen aller, die es mit den Lila-Weißen halten.
"Es geht um Geschlossenheit, dass wir das Gefühl haben, wir sind eine enge Mannschaft, und den Fans, die zu Recht ihren Unmut geäußert haben, zeigen, wir packen an und wollen unsere Kräfte bündeln, um gemeinsam da herauszukommen", hatte Dabrowski bei seinem Amtsantritt umrissen, wie er den Schulterschluss packen will.
Sein Vorteil: Er kommt mit der Unbekümmertheit von außen hinein, will Leichtigkeit vermitteln, die Spieler bestärken.
Titelfoto: Bildmontage: PICTURE POINT / Roger Petzsche, Michael Thiele

