Uhlig oder Männel? Aue-Coach "Shubi" schwankt nach Schalke noch bei "drei, vier Spielern"
Aue - "Nächste Woche setzen wir uns im Trainerteam zusammen und überlegen, was die richtige Entscheidung ist", antwortete Cheftrainer Khvicha Shubitidze (51) nach der Generalprobe gegen Schalke 04 (2:4) auf die TAG24-Nachfrage, ob die Torhüterfrage mit der Aufstellung von Max Uhlig (19) geklärt ist. Heißt: Es ist ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Youngster und Routinier Martin Männel (38).
"Es gab ein paar gute Geschichten, aber ein paar Dinge, gerade im Spiel mit Ball, die man besser machen kann", urteilte Shubitidze zur Leistung von Uhlig, der während Schalkes Drangphase nach dem Seitenwechsel einen Elfer hielt und noch eine weitere Großchance vereitelte.
"Shubi" hält sich überhaupt noch ein paar Optionen offen: "Wir schwanken noch zwischen drei, vier Spielern, wo wir noch nicht genau wissen, wer das Rennen macht." Die Eindrücke vom Sonntag fließen da sicherlich mit ein, genauso die Tatsache, dass die Mannschaft komplett neu zusammengestellt und noch in der Findungsphase ist.
Was dem Veilchen-Coach missfiel: "Die ersten fünfzehn Minuten der zweiten Halbzeit lief gar nichts." Macht Schalke da richtig Ernst, steht es zwischenzeitlich 0:5 oder 0:6.
"Wo wir wieder zu uns gefunden hatten, war es ansehnlicher", so Shubitidze. Dazu gab's den Effekt von der Bank. "Die reinkamen, haben auch ihre Spuren hinterlassen", lobte der Fußballlehrer. Einer, der definitiv dazu zählt, ist Chadi Ramadan (22), der bis zum jetzigen Zeitpunkt letzte von insgesamt 16 Neuzugängen und Torschütze zum 2:4-Endstand.
Die Abwehrreihe steht wohl, aber Erzgebirge Aue muss sich erst noch finden
In den ersten beiden Reihen sind am ehesten Wechsel zu erwarten, denn die Viererkette mit Maxim Burghardt (21), Patrick Kapp (28), Bastian Strietzel (28) und Stylianos Kokovas (25) scheint die Nase vorn zu haben.
Shubitidze über die allgemeine Defensivleistung: "In der ersten Halbzeit lassen wir gegen die erste Reihe eines Bundesligisten eigentlich nur zwei Chancen zu. Die 46. bis 60. Minute war von uns als Mannschaft nicht in Ordnung, alles andere akzeptabel."
Das Offensivspiel ordnete er vor allem in der ersten Halbzeit als "etwas zu schlampig" ein, die Tore von Ramadan und Marcel Bär (34) als gut herausgespielt.
Bei dem XXL-Umbruch ist ein Spiel aus einem Guss allerdings auch kaum zu erwarten gewesen - und Aue muss sich in Geduld üben, weiß auch Shubitidze: "Es sind viele Kleinigkeiten, die eine Mannschaft ausmachen. Wenn ich jetzt jede aufzählen würde, dauert es länger. Es fehlen noch viele Kleinigkeiten, aber mit dem aktuellen Stand bin ich zufrieden. Wir erwarten Altglienicke mit Respekt und wollen gewinnen!"
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

