Veilchen legen wieder los: Diese drei Fragen stellen sich im Januar

Aue - Auf den Tag genau ein Jahr nach seinem Amtsantritt bei Erzgebirge Aue bittet Cheftrainer Jens Härtel (56) am Freitag um 13 Uhr zur ersten Trainingseinheit 2026. Die wird den Witterungsverhältnissen angepasst voraussichtlich in der Halle absolviert.

Skeptischer Blick: Für Jens Härtel (56) und seine Veilchen lief es 2025 nicht besonders gut.  © picture point/Sven Sonntag

Das Erzgebirge lädt mehr zum Rodeln oder in die Loipe ein, aber bei den Veilchen gibt es nur einen Fokus: den Rückrundenstart am 17. Januar bei Hansa Rostock. In den nächsten Wochen werden allerdings nicht nur sportlich wichtige Weichen gestellt.

Holt der neue Sportdirektor Verstärkungen?

Die Nachfolge von Matthias Heidrich (48) sollte im Optimalfall bis Mitte Januar geklärt sein, hieß es vor Weihnachten seitens der Veilchen-Bosse auf TAG24-Nachfrage. Hinter diese Baustelle können die Verantwortlichen einen Haken machen.

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Noch am Neujahrsabend wurde Michael Tarnat als neuer Sportchef bekanntgegeben. Neben der zweigleisigen Kaderplanung für die neue Saison ist essenziell, den Kader im Winter gezielt zu verstärken.

Offensiv muss gehandelt werden. Fehlschüsse wie im Sommer kann sich der Kumpelverein nicht (nochmal) leisten.

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Wie geht es bei den Ultras weiter?

Von den Rängen des Erzgebirgsstadions kam zuletzt nicht die gewohnte Unterstützung.  © picture point/Sven Sonntag

Seit ihre Zaunfahnen im November geraubt wurden, hat die aktive Fanszene den Support bis auf Weiteres eingestellt. Das macht sich schmerzlich bemerkbar.

Gegen Ingolstadt (2:2) und Schweinfurt (4:0) fehlte einfach etwas - nicht nur optisch. Die Energie, die Power von den Rängen war nicht da, wie man es gewohnt ist.

Wenn der abgeschlagene Tabellenletzte im Gästeblock lautstärker auf sich aufmerksam macht als das mit rund 10.000 Zuschauern gefüllte Traditionsoval, dann fehlt etwas.

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Eine komplette Halbserie Abstiegskampf gänzlich ohne Ultras ist kaum vorstellbar. Bisher gab es noch kein offizielles Statement, wie es nach dem Fahnenklau weitergeht.

Gewinnt Härtel zusammen mit Co-Trainer Fuchs die Abstiegsduelle?

Neuer Co-Trainer: Lars Fuchs (43).  © picture point/Sven Sonntag

Jens Härtel erhielt den maximalen Vertrauensbeweis der Gremien, indem sie nicht ihn, sondern Co-Trainer Jörg Emmerich (51) und Sportchef Matthias Heidrich den Laufpass gaben.

Mehr geht nicht von einer Klubführung, die sich nicht ganz einen Monat zuvor auf der Mitgliederversammlung neu konstituiert hatte.

Härtel hat die Rückendeckung im Verein und in Lars Fuchs (43) einen neuen, loyalen Co-Trainer.

Heißt aber auch: Jetzt muss Aue unter ihm liefern! Im Januar entscheidet sich vor allem gegen Ulm (H) und in Havelse (A), wo die Reise hingeht.

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Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Energie Cottbus 19 42:33 36
2 SC Verl 19 44:26 35
3 MSV Duisburg 19 32:22 34
4 Rot-Weiss Essen 19 36:30 34
5 FC Hansa Rostock 19 31:19 32
6 VfL Osnabrück 19 26:21 32
7 TSG 1899 Hoffenheim II 19 40:27 31
8 TSV 1860 München 19 29:29 30
9 SV Waldhof Mannheim 19 32:31 29
10 VfB Stuttgart II 19 26:26 29
11 SV Wehen Wiesbaden 19 25:23 28
12 Viktoria Köln 19 28:25 27
13 SSV Jahn Regensburg 19 28:29 24
14 FC Ingolstadt 04 19 32:30 22
15 1. FC Saarbrücken 19 29:31 22
16 FC Erzgebirge Aue 19 23:28 22
17 Alemannia Aachen 19 28:34 21
18 SSV Ulm 1846 19 26:44 16
19 TSV Havelse 19 25:40 13
20 1. FC Schweinfurt 05 19 16:50 6

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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