Wie gelangten die Aue-Chaoten in den Innenraum? FCE bemüht sich um Aufklärung

Aue-Bad Schlema - Erzgebirge Aue bemüht sich nach dem Ost-Derby um eine lückenlose Aufklärung der Vorkommnisse, die zur zwischenzeitlichen Spielunterbrechung führten. Dies gab der Kumpelverein am Montagnachmittag in einem entsprechenden Statement bekannt.

Mehrere Dutzend sogenannte "Fans" waren vom Heimbereich aus in den Innenraum gelangt und in Richtung Trainerbänke und Gästeblock gestürmt.
Mehrere Dutzend sogenannte "Fans" waren vom Heimbereich aus in den Innenraum gelangt und in Richtung Trainerbänke und Gästeblock gestürmt.  © Picture Point/S. Sonntag

"Nach einem provokanten Spruchband im Gästeblock drangen etwa 30 FCE-Fans in den Innenraum ein, das Spiel war mehrere Minuten unterbrochen, und die Mannschaften wurden in die Katakomben gebeten. Erst nachdem die Fans wieder in den Fanblock zurückgekehrt waren und der Schiedsrichter nach Rücksprache mit Polizei und Ordnungsdienst die Fortsetzung der Begegnung als gefahrlos eingeschätzt hatte, ging es sportlich weiter. Im weiteren Verlauf wurden zudem Böller geworfen, ein Täter bereits namentlich ermittelt", so der Verein.

Die Polizei hatte bereits am Sonntagabend mitgeteilt, dass ein 17-jähriger Tatverdächtiger nach einem Pyrowurf kurz vor Spielende rasch ausfindig gemacht werden konnte. Er wird sich wegen eines Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung des Erzgebirgskreises verantworten müssen, hieß es hierzu.

Der FC Erzgebirge Aue hat damit begonnen, sämtliche Informationen von den zuständigen Stellen einzuholen. Die wichtigste Frage, die sich der abstiegsbedrohte Drittligist dabei stellt: Wie konnten die Fans in den Innenraum gelangen?

FCE-Präsident Thomas Schlesinger (53) verurteilte den Platzsturm.
FCE-Präsident Thomas Schlesinger (53) verurteilte den Platzsturm.  © Picture Point/S. Sonntag
Erst das Einschreiten der Polizei stoppte die Aue-Chaoten.
Erst das Einschreiten der Polizei stoppte die Aue-Chaoten.  © Picture Point/S. Sonntag

Erzgebirge Aue verurteilt Aktion

Das Ostderby musste sechseinhalb Minuten nach Wiederanpfiff für rund eine Viertelstunde unterbrochen werden.
Das Ostderby musste sechseinhalb Minuten nach Wiederanpfiff für rund eine Viertelstunde unterbrochen werden.  © Picture Point/S. Sonntag

Etwas unglücklich formulieren die Veilchen dazu: "Klar ist - es gehören immer zwei Seiten dazu. Die Provokation einerseits, andererseits diejenigen, die sich provozieren ließen."

Denn Fakt ist - und da kommen die Veilchen in ihrer Argumentation auch nicht dran vorbei: Ein zweiteiliges Spruchband mit der Aufschrift "Cottbus grüßt alle fahnenlosen Schachter auf der Suche nach ihrer Identität", darf nicht in einem Platzsturm münden. Auch, dass erst die eingesetzten Polizeikräfte dem Fan-Treiben im Innenraum ein Ende bereiteten und nicht der Sicherheitsdienst, wirft kein gutes Licht auf den Veranstalter.

Der FCE jedenfalls verurteile beide Aktionen strikt: Provokation und Reaktion. Man bemüht sich außerdem um lückenlose Aufklärung und Identifizierung der Täter.

FCE-Präsident Schlesinger verurteilt Platzsturm: "Schädlich für den Fußball"
FC Erzgebirge Aue FCE-Präsident Schlesinger verurteilt Platzsturm: "Schädlich für den Fußball"

Nach deren Ermittlung werde der Verein die Übeltäter in Regress nehmen.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/S. Sonntag (2)

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