Hässliche Szenen bei Ost-Derby: Aue-Chaot (17) wirft Pyrotechnik aufs Spielfeld, Polizei schnappt ihn
Aue - Kaum eine ruhige Minute für die Polizei beim großen Ost-Derby am Sonntagnachmittag! Die Beamten hatten allerhand zu tun. Unter anderem warf ein Aue-Chaot (17) kurz vor Abpfiff Pyrotechnik aufs Spielfeld. Die Beamten konnten den jungen Mann schnappen.
Überschattet wurde das hitzige Duell durch Ausschreitungen in der 52. Minute. Cottbus-Fans provozierten mit einem Banner, etwa 30 Aue-Anhänger stürmten daraufhin laut Polizeiangaben aufs Spielfeld.
"Die Personen liefen an der Seitenlinie in Richtung der Gästefans und wurden dort von Polizisten energisch zurückgedrängt", teilte die Polizei am Sonntagabend mit. Außerdem flog aus dem Aue-Fanblock ein Böller aufs Feld.
"Nach bisheriger Kenntnis wurde ein Ordner leicht verletzt, als er versucht hatte, aufgebrachte Auer Fans in einem Block neben dem Gästebereich zu beruhigen", erklärte die Polizei.
Wenig später konnte das Spiel in Absprache mit der Polizei fortgesetzt werden. Die weiteren Minuten verliefen weitestgehend ruhig.
Pyrotechnik aufs Spielfeld geschossen: Polizei schnappt Aue-Chaot
Kurz vor Schluss drehte allerdings ein 17-jähriger Aue-Anhänger durch. Er warf Pyrotechnik aus dem Auer Fanblock auf das Spielfeld.
Die Polizei konnte den Fußball-Chaoten schnell schnappen. "Er wird sich wegen eines Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung des Erzgebirgskreises verantworten müssen", heißt es.
Hässliche Szenen nach dem Spiel blieben glücklicherweise aus. "Die Abreisephase verlief wiederum geordnet und aus polizeilicher Sicht nahezu ohne relevante Vorkommnisse", so die Polizei.
Insgesamt waren am Sonntag rund 460 Beamte vor Ort. Das Match wurde zuvor als Risikospiel eingestuft, die Behörden warnten vor Ausschreitungen.
Für den FCE ein bitterer Abend: Nicht nur die Ausschreitungen beschäftigen den Verein, auch das späte Tor durch Axel Borgmann (87.) dürfte die Veilchen noch lange ärgern.
Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag, 123rf/cristinistor

