"Wissen um den Unmut": Aue-Vorstand bezieht Stellung zu Fanfrust und Petition
Aue - Der FC Erzgebirge versucht sportlich die Rückkehr zur Normalität einzuleiten. Gleichzeitig begehren immer mehr Fans und Mitglieder gegen die Vereinsführung auf. Eine am Ostersonntag ins Leben gerufene Petition zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hatte bis zum Ostermontag (Stand 16 Uhr) über 400 Unterstützer vereinigt.
"Wir wissen um den Unmut von Mitgliedern und Fans angesichts der sportlichen Situation. Und Petitionen sind nach unserem Demokratie-Verständnis legitime Mittel zur Meinungsäußerung", kommentierte Vorstandsmitglied Jörg Scholz auf TAG24-Nachfrage.
Gegenwärtig macht es nicht den Anschein, als würde die Vereinsführung kurzfristig eigene personelle Konsequenzen ziehen. Geht das sportliche Dahinsiechen weiter, könnte der Gegenwind jedoch massiver werden. Spätestens ein mögliches Ausscheiden im Sachsenpokal-Halbfinale könnte zum Kulminationspunkt werden.
Im Sponsorenkreis jedenfalls rumort es auch. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Nach TAG24-Infos verringern zwei aktuelle Trikotsponsoren ihr finanzielles Engagement für die neue Saison bei Abstieg.
Erzgebirge Aue muss auf dem Platz zur Normalität zurückfinden
Trotzdem müssen die Veilchen nach dem Personal-Beben vom Ostersonntag mit der Trennung von Cheftrainer Christoph Dabrowski (47) und Co-Trainer Lars Fuchs (43) sowie dem Abgang von Sportchef Michael Tarnat (56) versuchen, auf dem Rasen zur Normalität zurückzukehren.
Das Abschlusstraining vor der Abfahrt zum Auswärtsspiel bei Jahn Regensburg (Dienstag, 19 Uhr) fand am Montag unter der Leitung des Interims-Duos Khvicha Shubitidze (51) und Enrico Kern (47) statt und wurde genau beobachtet von Kaderplaner Steffen Ziffert (61) und Sportvorstand Jens Haustein (58).
Ebenfalls auf dem Stadiongelände waren unter anderem Vorstand Scholz und die Aufsichtsräte Ronny Glatzel sowie Jens Stopp, die mit Haustein die Köpfe zusammensteckten.
Titelfoto: Bildmontage: Dennis Hambeck/FC Erzgebirge Aue (2)