Er traf am ersten Spieltag der 2. Liga: Offensivkicker wechselt freiwillig zurück in die 3. Liga
Rostock/Osnabrück - Transfercoup für Hansa Rostock! Der Aufstiegsaspirant der 3. Liga schnappt sich in David Kopacz (27) einen amtierenden Aufstiegshelden.
Der variable Offensivspieler hatte vor drei Monaten mit sieben Toren und drei Vorlagen den VfL Osnabrück zurück ins Bundesliga-Unterhaus geschossen.
Nichtsdestotrotz bricht er wenige Wochen nach Saisonstart seine Zelte an der Bremer Brücke ab und schlägt in Rostock auf. Hansa gab den Transfer um 22 Uhr (!) am Freitagabend bekannt.
"Ich habe hier in Osnabrück ein wirklich tolles Jahr verlebt. Auch wenn es immer wieder persönlich für mich herausfordernde Situationen gab, konnte ich der Mannschaft helfen, souverän in die 2. Bundesliga aufzusteigen", erklärt Kopacz.
"Ich wünsche meinen alten Kollegen maximalen Erfolg und werde die Daumen drücke", verabschiedet sich der scheidende Aufsteiger.
David Kopacz bringt ganz viel Erfahrung und Qualität für die 3. Liga mit
Auch VfL-Direktor Fußball Joe Enochs spricht von einer "echten Achterbahnfahrt für David". An den ersten zehn Spieltagen der Vorsaison stand er nur dreimal auf dem Platz, zum Rückrundenstart fehlte er fünfmal in Folge im Kader.
Aber: In der neuen Saison startete der Deutsch-Pole an den ersten beiden Spieltagen von Beginn an, trug sich zum Auftakt der 2. Liga in die VfL-Torschützenliste ein. Jetzt der Schritt zurück eine Liga tiefer!
Enochs führt aus, dass sich "in dieser Personalie eine Dynamik entwickelt hat, sodass wir eine gute Lösung für alle Seiten gefunden haben".
Übersetzt heißt das, dass die Kogge eine Ablöse gezahlt haben dürfte. In Kopacz hat Hansa die gesuchte Top-Lösung für die Zehnerposition gefunden.
Hansa-Sportchef Amir Shapourzadeh (43): "David bringt mit seinen 148 Spielen sehr viel Erfahrung aus der 3. Liga mit und weiß, worauf es in dieser Liga ankommt.Dass er sowohl im Zentrum als auch auf den Außenbahnen eingesetzt werden kann, macht ihn für uns zusätzlich interessant."
Titelfoto: David Ebener/dpa

