Finanz-Kraftakt! Hansa baut auf einen Schlag Millionen-Schuldenberg ab

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Rostock - Es sind beeindruckende Zahlen, die Hansa Rostock am Mittwochabend beim Mitgliederforum präsentierte. Innerhalb der letzten Monate hat die Kogge acht Millionen Euro Verbindlichkeiten abgebaut.

Hansa Rostock kann nach finanzielle schwierigen Jahren wieder optimistisch in die Zukunft blicken.
Hansa Rostock kann nach finanzielle schwierigen Jahren wieder optimistisch in die Zukunft blicken.  © TAG24/Lukas Schulze

Insgesamt stand der Drittligist bis zum Stichtag des 30. Juni 2026 bei der Obotritia Capital KGaA, deren Eigentümer Unternehmer Rolf Elgeti (50) ist, mit 12,5 Mio. Euro in der Kreide.

Das war einmal! Im Juli wurden acht Millionen auf einen Schlag getilgt. Und es kommt noch besser: Der gebürtige Rostocker erließ der Kogge weitere 1,5 Mio. Euro, sodass die Restschuld sich "nur" noch auf drei Millionen Euro beläuft. Was für ein Finanz-Kraftakt.

Vorstandsboss Ronald Maul (53) triumphiert: "Die Entschuldung ist für den F.C. Hansa ein historischer Schritt."

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Der großflächige Schuldenabbau ist auch auf die Transfereinnahmen von geschätzten 5,5 Mio. Euro zurückzuführen, die der Verkauf von Topstürmer Ryan Naderi (23, zu den Glasgow Rangers) im Winter in die Kasse spülte.

Stieß der Verkauf des Topstürmers aus sportlicher Sicht auf wenig Gegenliebe, unkte Sportchef Amir Shapourzadeh (43) schon damals:

"Wenn man Verbindlichkeiten hat von vor zwölf Jahren, darf man nicht vergessen, dass der Verein damals kurz vor der Insolvenz stand. Rolf Elgeti hat den Verein gerettet. Aus dieser Zeit sind noch einige Verbindlichkeiten da. Die wollen wir Schritt für Schritt abbauen."

Hansa Rostock auf bestem Wege zur kompletten Entschuldung

Ronald Maul (53) und die ganze Kogge haben in den vergangenen Monaten wirtschaftlich starke Arbeit geleistet.
Ronald Maul (53) und die ganze Kogge haben in den vergangenen Monaten wirtschaftlich starke Arbeit geleistet.  © FC Hansa Rostock/dpa

Dass dies jetzt in einem derart großen Paket gelang, ist nicht nur eine faustdicke Überraschung, sondern vor allem ein Zeichen für ein seit Jahren wieder seriöses Wirtschaften an der Ostsee.

Hansa ließ am Mittwochabend außerdem durchblicken, dass auch die restlichen drei Millionen Euro zeitnah rückgeführt werden sollen.

Demnach bestand ein Plan bis 2030, der 1,4 Mio. Euro tilgen sollte. Das ist die Summe, die beim F.C. Hansa Rostock e.V. offen ist.

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Die weiteren 1,6 Mio. Euro müssen der Ostseestadion GmbH zurückgezahlt werden. Hierfür erklärte abermals die Obotritia Capital KGaA auf einen Teil ihrer Forderungen bei einer vorzeitigen Tilgung zu verzichten.

"Unser Ziel ist es daher, rund 1,6 Millionen Euro bereits bis Ende Juni 2027 vollständig zurückzuführen", kündigt die Kogge selbstbewusst an.

Zugleich betont der Drittligist, dass die Schuldentilgung nicht zu Lasten des "sportlichen oder operativen Bereichen des Vereins" gehen soll. Der Lizenzspieler-Etat befände sich auf demselben Niveau wie in der Vorsaison.

Titelfoto: TAG24/Lukas Schulze

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