Rostock verrät: Naderi-Wechsel ging erst vier Minuten vor Transferschluss über die Bühne
Glasgow/Rostock - Das war ein Transfer in letzter Minute! Über zig Wochen war ein Winterwechsel von Hansa Rostocks Ryan Naderi (22) in der Schwebe, doch der Millionen-Transfer ging erst kurz vor Toreschluss über die Bühne.
Dies verriet Sportchef Amir Shapourzadeh (42) im Hansa-Podcast des Vereins nach Abschluss der Transferperiode.
Demnach wurden erst kurz vor Mitternacht - ganz genau "vier Minuten" vor Transferschluss - die letzten Unterlagen von Teammanagerin Julia Brusch.
In der 3. Liga ist der Schriftverkehr über Landesverbände zu erledigen. In Mecklenburg-Vorpommern war dies bis 0 Uhr möglich.
Auch Naderis neuer Verein, die Glasgow Rangers, mussten den Transfer beim schottischen Verband bis Mitternacht melden - und hatte aufgrund der Zeitverschiebung eine Stunde länger Zeit.
TAG24 recherchierte am Deadline Day ebenfalls mit und bekam kurz nach Mitternacht das Signal, dass der Transfer und Sack und Tüten sei. Rostock selbst verkündete Dienstagmorgen um 1 Uhr: "Klarheit bei Ryan Naderi".
Hansa Rostocks Shapourzadeh telefonierte bis 3 Uhr morgens in der Nacht von Sonntag auf Montag
Der Abwicklung am Deadline Day sei laut Hansas Sportchef die "mündliche Einigung" um 3 Uhr in der Nacht von Sonntag zu Montag vorausgegangen.
Shapourzadeh spricht von einer "unglaublichen Dynamik", er habe in jener Nacht kaum geschlafen und mehrmals bis weit nach 0 Uhr mit Hansa-Vorstand Ronald Maul (52) telefoniert.
Am Deadline Day seien dann "zwei, drei, vier" Vertragsdetails noch zu klären gewesen. Naderi und dessen Berater flogen am Vormittag von Hamburg über Amsterdam nach Manchester, wo der Stürmer den Medizincheck absolvierte.
Danach ging es mit dem Auto weiter zum Trainingsgelände der Rangers nach Glasgow, was die Delegation nach TAG24-Infos etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht erreichte. Kurz darauf war der Transfer geschafft.
Was Shapourzadeh in den Zusammenhang auch bestätigte: Naderi knackt tatsächlich die bisherige Rekordmarke von Victor Agali, für den Hansa 2001 umgerechnet satte 5,1 Millionen Euro kassiert hatte.
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