"Allergrößter Respekt": FCM-Verantwortliche finden Worte nach Elversberg
Magdeburg - Trotz der erneuten Niederlage (0:1) im Kampf um den Klassenerhalt kann der 1. FC Magdeburg mit Zufriedenheit auf die eigene Leistung schauen. Bis zur Schlussphase waren sie mindestens auf Augenhöhe mit dem Gegner aus Elversberg und überzeugten mit Wille und Kampfgeist.
"Es fällt mir schwer, ein richtiges Statement zu finden, weil die Jungs tun mir einfach leid. Die Mannschaft ist in keiner einfachen Lage und hat dafür ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht. Das nötigt mir den allergrößten Respekt ab", blickt FCM-Coach Sander (65) auf den Auftritt seiner Elf. Mit der Leistung voriges Wochenende gegen den KSC hatte der Fußball seines Teams diesmal nichts zu tun.
"Unser Auftritt war defensiv stabil, überzeugend und mutig, aber leider wurde er nicht belohnt." Sander zeigt sich zufrieden und nimmt aus diesem Spiel viele positive Dinge für die kommende Phase im Rennen um den Klassenerhalt mit: "Die Mannschaft will, sie marschiert und so werden wir weitermachen."
Doch nicht nur aufseiten des 1. FC Magdeburg gab es positive Worte. Elversberg-Trainer Vincent Wagner (39) zeigt sich über die aktuelle Tabellensituation des FCM verwundert: "Beim FCM stehen Leistung und Ergebnisse in keinem Verhältnis. Ich wünsche den Magdeburgern alles Gute, dass sie das noch gedreht bekommen."
Petrik Sander weiß, dass er nach dieser Partie "Aufbauarbeit" leisten muss, predigt aber gleichzeitig, dass jetzt gemeinsam weitergearbeitet werden muss: "Wir brauchen jetzt nicht die Köpfe in den Sand zu stecken."
Zuversicht beim FCM
Neben den beiden Trainern versuchen auch die Akteure auf dem Platz die richtigen Worte zu finden: "Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht und hatten sehr gute Möglichkeiten in der ersten Halbzeit. Wenn wir da in Führung gehen, wird es ein anderes Spiel", erklärt Kapitän Dominik Reimann (28).
Ein xG-Wert ("erwartete Tore") von 1,35 bestätigt die Aussagen der Verantwortlichen, dass die Elbestädter, besonders in Hälfte eins, gute Möglichkeiten hatten, um in Führung zu gehen. "Am Ende fehlt ein bisschen Qualität, um die Null zu halten und Tore zu machen. Wenn wir das 1:0 machen, gewinnen wir das Spiel", sagt auch Marcus Mathisen (30).
Kapitän Reimann ist weiterhin davon überzeugt, dass er und sein Team die Klasse halten können: "Wir sind immer in der Lage, eine Serie zu starten. Man darf sich jetzt nicht verrückt machen lassen."
Am kommenden Freitag (18.30 Uhr) geht es erneut gegen einen Gegner, der um den Aufstieg mitspielt. Dann nämlich empfangen die Blau-Weißen zu Hause die Lilien aus Darmstadt. Und das ohne Heimkurve.
Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

