Defensiv-Mängel bringen den FCM um wichtige Punkte

Magdeburg - Der 1. FC Magdeburg hat in der aktuellen Phase einige Stellschrauben zu drehen, vor allem in der Defensivarbeit. Durch missverständliche Abstimmungen und eigene individuelle Fehler bringen sich die Blau-Weißen selbst um wichtige Punkte und torpedieren ihr eigenes Spiel.

Fünfmal musste Torwart Dominik Reimann (28, r.) hinter sich greifen. Schuld hatte er an keinem dieser Gegentreffer.  © Bernd Thissen/dpa

Sinnbildlich für die falsche Abstimmung in der Hintermannschaft war die 39. Minute im Spiel gegen Schalke. Bei einer Flanke von außen sah sich Alexander Nollenberger auf einmal im Kopfballduell mit Top-Stürmer Edin Džeko, welches der Bosnier für sich entschied. "Nollenberger gegen Džeko, das ist ein Mismatch hoch zehn", sagte FCM-Coach Petrik Sander (65) nach dem Spiel.

Doch es sollte nicht der einzige Fehler im Defensiv-Verhalten des FCM bleiben. Philipp Hercher spielte kurz nach dem Anpfiff der zweiten Hälfte im eigenen Strafraum Hand (47.) und Lubambo Musonda leistete sich einen kapitalen Fehler, bei dem er den Ball in den Lauf von Karaman köpfte (68.). Beide Patzer führten zu einem Gegentreffer.

"Wir hatten besondere Ideen, die dazu geführt haben, dass wir den Gegner zum Toreschießen eingeladen haben", schaute Petrik Sander auf die beiden Szenen. Seine Mannschaft hat in den letzten fünf Spielen 15 Gegentore kassiert und ist damit die schlechteste Verteidigung in dieser Phase.

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Das Positive sei jedoch auch bemerkt: Trotz der Gegentore hatten sich die Elbestädter auch auswärts auf Schalke nie aufgegeben und sehr gute Reaktionen gezeigt. Sollten Sie daran anknüpfen und die defensive Stabilität verbessern, winkt der Klassenerhalt.

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