Hoffnung beim FCM: Zukowski sorgt für Lichtblick im Abstiegskampf

Magdeburg - Auch wenn die 3:5-Niederlage gegen S04 noch in den Knochen hängen wird, gibt es in einem Bereich Grund zur Freude: Die Offensive des 1. FC Magdeburg, insbesondere Mateusz Zukowski (24), funktioniert überragend.

Mateusz Zukowski (r., 24) durfte sich beim Spiel gegen Schalke gleich zweimal in die Torjägerliste eintragen.
Mateusz Zukowski (r., 24) durfte sich beim Spiel gegen Schalke gleich zweimal in die Torjägerliste eintragen.  © Bernd Thissen/dpa

Zwei Tore und ein Assist auf Schalke, das ist eine Bilanz, mit der man normalerweise drei Punkte holt. Nicht so für Mateusz Zukowski, dessen Mannschaft auf der Gegenseite gleich fünf Gegentreffer kassierte. Zurecht bedient war der Pole danach im Interview: "Es spielt keine Rolle, wenn wir verlieren und keine Punkte holen. Gewinnen ist viel wichtiger."

Trotzdem ist die offensive Gefahr etwas, auf die der 1. FC Magdeburg aufbauen und sich in vielerlei Hinsicht auch verlassen kann. Zukowski selbst hat in den letzten zehn Ligaspielen unfassbare elfmal getroffen und braucht damit nur 87 Minuten pro Tor, was ihn zum torgefährlichsten Spieler der 2. Liga macht. Das Spiel auf Schalke unterstreicht seine aktuelle Form.

Und diese Form braucht der FCM von dem Mittelstürmer, der bei seinem vorherigen Verein noch als Rechtsverteidiger aufgelaufen war. Die Blau-Weißen haben mit Zukowski eine Art Lebensversicherung, welche im Abstiegskampf noch eine eminent wichtige Rolle spielen wird. Sollte er seine Form beibehalten und Magdeburg die individuellen Fehler in der Defensive abschalten können, dann gehört die Mannschaft von Petrik Sander (65) nicht mehr lange zu den Abstiegskandidaten.

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1. FC Magdeburg Drei Tore reichen nicht: FCM verliert Acht-Tore-Spektakel auf Schalke

Mit zehn Toren in den letzten fünf Spielen sind die Elbestädter die viertbeste Offensive der aktuellen Phase, nur Darmstadt (12), Schalke (12) und Hertha (11) haben noch häufiger getroffen.

Mateusz Zukowski: "Will ich selbst sein"

Der Pole möchte sein eigenes Denkmal bauen.
Der Pole möchte sein eigenes Denkmal bauen.  © Bernd Thissen/dpa

Der Pole macht aus seinen Ambitionen keinen Hehl und gibt sich, berechtigterweise, sehr selbstbewusst: "Edin Džeko ist ein großartiger Spieler, aber ich will nicht wie er sein. Ich will Mateusz Zukowski sein, ich will ich selbst sein", so der 24-Jährige.

"Ich möchte, dass mein Name der nächste legendäre Stürmer-Name ist", so Zukowski im Anschluss an das Schalke-Spiel. Die Zahlen geben ihm recht, mit seiner aktuellen Quote befindet er sich weiterhin auf dem besten Wege am Ende der Saison die Torjäger-Kanone in den Händen zu halten.

Am kommenden Sonntag wird Zukowski versuchen, seine Trefferquote noch einmal zu verbessern. Dann geht es nämlich in der heimischen Avnet-Arena im direkten Duell gegen den Karlsruher SC (13.30 Uhr/Sky).

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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