Die Heimschwäche des FCM wird zum Dauerthema im Abstiegskampf

Magdeburg - Nach dem 0:2 gegen Arminia Bielefeld steht der 1. FC Magdeburg auf einem Relegationsrang und befindet sich mitten im Abstiegskampf. Besonders brisant ist in der aktuellen Saison die Punkteausbeute vor heimischem Publikum.

Auch in der vorigen Saison kam Magdeburg nach elf Heimspielen auf nur einen Sieg zu Hause.
Auch in der vorigen Saison kam Magdeburg nach elf Heimspielen auf nur einen Sieg zu Hause.  © Andreas Gora/dpa

Zwei Siege, ein Unentschieden und acht Niederlagen, das ist die mehr als ausbaufähige Bilanz des 1. FC Magdeburg in der Avnet-Arena. Mit den daraus erspielten sieben Zählern sind sie in der Heimtabelle mit Abstand auf dem letzten Platz. Zur Einordnung: Holstein Kiel, 15. der Heimtabelle, kommt in der laufenden Saison auf die doppelte Anzahl an Punkten zu Hause.

"Wir haben zu Hause keine gute Bilanz", sagte FCM-Coach Petrik Sander (65) noch vor dem Spiel gegen die Arminia. Diese besprochene Bilanz sollte sich auch nach dem direkten Duell nicht verbessern. Doch dabei schien die Möglichkeit auf einen Heimsieg gegen den Aufsteiger mehr als nur realistisch.

Nicht nur, dass Bielefeld spielerisch im besten Fall nur ebenbürtig ist, sondern die Mannschaft von Mitch Kniat (40) war vor der Partie die zweitschlechteste Mannschaft auf fremden Rasen. Mit nur sieben Zählern rangierten sie auf Platz 17 der Auswärtstabelle. Profitieren konnten die Elbestädter davon nicht.

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Der letzte Dreier vor heimischem Publikum gelang dem 1. FC Magdeburg am 29. November 2025 gegen Nürnberg.

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An der Unterstützung des Heimblocks liegt es definitiv nicht.
An der Unterstützung des Heimblocks liegt es definitiv nicht.  © Andreas Gora/dpa

Auch die Spieler der Blau-Weißen sind mit ihrem Latein so langsam am Ende. Falko Michel (25), sichtlich resigniert, versuchte erst gar nicht, mögliche Gründe für das Formtief zu finden: "Das kann ich nicht beantworten", so der 25-Jährige.

Auch Laurin Ulrich (21) wirkt am Mikrofon bei Sky eher ratlos: "Es ist krass. Ich hab die Statistik auch gesehen, aber es fühlt sich nicht so an." Der Mittelfeldakteur betont gleichzeitig, dass der Support der Anhänger alles andere als selbstverständlich ist:

"Die Fans sind Woche für Woche unfassbar und pushen uns in jeder Minute", so Ulrich. Und tatsächlich ist die Reaktion der FCM-Fans auch nach dem 0:2 am Sonntag bemerkenswert. Die Unterstützung hielt an und auch nach dem Spiel gab "Block U" der Mannschaft noch positive Worte mit auf den Weg.

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Im kommenden Spiel geht es gegen Tabellenführer Schalke 04. Alexander Nollenberger (28) weiß: "Wir haben nichts zu verlieren." Und so möchte der FCM auch auftreten, um zumindest seine positive Auswärtsform beizubehalten.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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