Dreifaches Comeback reicht nicht: FCM verliert Sieben-Tore-Spektakel
Paderborn - In einem packenden Sieben-Tore-Spektakel unterlag der 1. FC Magdeburg dem SC Paderborn mit 3:4 (2:3) und dass, obwohl die Mannschaft von Petrik Sander gleich dreimal einen Rückstand egalisierte. Der Magdeburger Schrecken hatte an diesem Nachmittag besonders einen Namen: Filip Bilbija.
Lange hatte der FCM bewiesen, dass die Standard-Verteidigung sicherer stand, als noch zu Beginn der Rückrunde, doch gegen Paderborn wackelte die Hintermannschaft. Eine Flanke aus dem Halbfeld konnte nicht geklärt werden und fiel letztendlich vor die Füße von Bilbija, der das Leder humorlos in die linke untere Ecke zimmerte (19.).
Die Blau-Weißen ließen sich davon allerdings nicht unterkriegen. Bei einem Angriff über links agierte Zukowski diesmal als Vorlagengeber und bediente Musonda zentral, der den Ball an der Strafraumkante flüssig annahm und den Paderborner Keeper mit seinem Distanzschuss auf dem falschen Fuß erwischte (25.).
Lange hielt der Spielstand allerdings nicht, denn nur vier Minuten später war es erneut ein Standard, der den FCM in Rückstand brachte. Nach einer Ecke stimmte die Zuteilung nicht, sodass Bilbija aus nur zwei Metern Entfernung zum Abschluss kam und sich zum Doppeltorschützen kürte (29.).
Die Mentalität der Magdeburger blieb auch im weiteren Verlauf des Spiels beeindruckend. Sie blieben wach und aktiv, wodurch den Paderbornern im Aufbauspiel ein folgenschwerer Fehler unterlief. Zukowski kam durch einen Fehlpass aus fast derselben Position wie Musonda beim 1:1 zum Abschluss und traf ebenfalls links unten (37.).
Doch auch diesen Zwischenstand konnte die Mannschaft von Petrik Sander (65) nicht halten. Auf links kam Bockhorn nicht in den Zweikampf und ließ die Flanke zu, die wieder einmal Bilbija zum 3:2 nutzte und seinen Hattrick in der Nachspielzeit der ersten Hälfte schnürte. (45+2).
FCM scheitert an Bilbija
Knapp 15 Minuten nach Wiederanpfiff bewies der FCM zum dritten Mal Comeback-Qualitäten. Nach Flanke konnten die Ostwestfalen den Ball nur ungenügend klären, sodass Laurin Ulrich im Strafraum per Volley zum Abschluss kam und zum 3:3-Ausgleich traf (59.).
In der Folge machten die Magdeburger das Spiel und blieben die bessere Mannschaft. Die vereinzelten Chancen von Zukowski, Hercher und Gnaka blieben allerdings zu ungefährlich, sodass die Partie spannend blieb und auch Paderborn wieder offensiver agierte.
Und die Effektivität beim SC Paderborn hatte an diesem Nachmittag besonders einen Namen: Filip Bilbija. Der 25-Jährige drehte im Mittelfeld auf und fasste sich gut 25 Meter vor dem Tor ein Herz. Sein Schuss mit links rauschte links oben unter die Latte in den Kasten von Dominik Reimann (78.).
Auch wenn die Elbestädter weiterhin bemüht blieben, scheiterte es an der Gefahr nach vorne. Mit Blick auf die Leistung des 1. FC Magdeburg wäre mindestens ein Punktgewinn mehr als verdient gewesen. Wegen der 3:4-Niederlage beendet der FCM den Spieltag auf Rang 15.
Statistik zum Spiel vom SC Paderborn gegen den 1. FC Magdeburg in der 2. Bundesliga
2. Bundesliga, 29. Spieltag
SC Paderborn - 1. FC Magdeburg 4:3 (3:2)
SC Paderborn: Seimen - Scheller, F. Götze, Brackelmann - Curda, Baur, Hansen (46. Klaas), Obermair (71. Sticker) - R. Müller (71. Tigges), Bilbija (90.+2 S. Michel) - Marino (85. Okpala)
1. FC Magdeburg: Reimann - Bockhorn (85. Ghrieb), Mathisen, To. Müller (85. Ahl-Holmström), Musonda - Ulrich, F. Michel, Gnaka (80. Stalmach) - Tachie (46. Hercher), Zukowski, Atik (79. Nollenberger)
Schiedsrichter: Timo Gansloweit (Dortmund)
Tore: 1:0 Bilbija (19.), 1:1 Musonda (25.), 2:1 Bilbija (29.), 2:2 Zukowski (37.), 3:2 Bilbija (45.+2), 3:3 Ulrich (59.), 4:3 Bilbija (78.)
Gelbe Karten: Obermair (4), Hansen (5) / Zukowski (4)
Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

