Magdeburg - Erlösung in Magdeburg! Die 0:1-Niederlage (0:0) gegen Kaiserslautern sorgt zwar nicht für den gewünschten Abschluss der Saison, ist letztendlich aber völlig irrelevant. Aufgrund der Ergebnisse in den anderen Stadien kann der 1. FC Magdeburg den Klassenerhalt feiern und bleibt auch im fünften Jahr in Folge in der 2. Liga.
Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: mit einem Punkt gegen die Roten Teufel hätten die Elbestädter den lang ersehnten Klassenerhalt erreicht. Die Stimmung war entsprechend. Eine ausverkaufte Avnet-Arena sorgte ab der ersten Sekunde für eine elektrisierende Atmosphäre.
Die Partie selbst wiederum war weit entfernt davon, der Stimmung auf den Rängen gerecht zu werden.
Beide Teams starteten extrem verhalten und abwartend, sodass Strafraumszenen in den ersten 20 Minuten nur Mangelware blieben. Es war zu spüren, dass der FCM trotz der komfortablen Ausgangslage nicht zu viel ins Risiko gehen wollte.
Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte passiert kaum etwas. Beide Seiten ließen die Kreativität und Unberechenbarkeit im Offensivspiel vermissen und so ging es mit einem 0:0 in die Kabine.
Klassenerhalt für den 1. FC Magdeburg trotz Niederlage
Die Pause tat den Magdeburgern spürbar gut, denn sie kamen mit einer ganz anderen Energie aus der Kabine. Innerhalb der ersten Minuten hatten zunächst der eingewechselte Krempicki die Führung auf dem Fuß (50.), bevor Zukowski aus spitzem Winkel nur knapp vorbeischoss (51.).
Doch wie es so häufig im Fußball ist, rächt es sich gerne, wenn die eigenen Chancen nicht genutzt werden. Nach einem guten Angriff der Pfälzer bekommt Bockhorn den Ball im 16er sträflich an die Hand, sodass Schiedsrichter Burda keine andere Wahl hatte, als auf den Punkt zu zeigen. Den fälligen Elfer verwandelte Ritter sicher (63.).
Magdeburg blieb danach zwar bemüht aber zu ungefährlich, sodass es bei der 0:1-Niederlage im letzten Heimspiel der Saison blieb. Tabellarisch war dieses verlorene Spiel für den FCM allerdings irrelevant: dadurch, dass die direkte Konkurrenz unter ihnen Punkte liegen ließ, beendeten die Blau-Weißen die Saison auf Tabellenplatz 14.
Das große Ziel Klassenerhalt war geschafft. 20 der 34 Ligaspiele stand Magdeburg auf Rang 16 oder schlechter, doch mit der Einstellung von Petrik Sander und Pascal Ibold entwickelte sich der FCM und begann die Aufholjagd, die letztendlich dafür sorgte, dass der 1. FC Magdeburg in der nächsten Saison weiter in der 2. Liga an den Start geht.