"Extreme" Erleichterung bei FCM-Akteuren nach Sieg im Kellerduell
Magdeburg - Nach dem wichtigen Dreier im direkten Duell mit Fortuna Düsseldorf ist der 1. FC Magdeburg weiterhin auf einem sehr guten Weg. Tabellarisch befinden sich die Elbestädter zwei Punkte vor dem Relegationsrang auf Platz 13, doch allen FCM-Akteuren ist klar, dass sich jetzt auf keinen Fall ausgeruht werden darf.
"Die Erleichterung ist extrem groß. Wir wussten, was dieses Spiel für eine Bedeutung hatte und wir haben es gezogen. Wir sind in den letzten Wochen gut unterwegs und haben eine sehr positive Einstellung", sagte Baris Atik nach der Partie im Interview.
Der 31-Jährige weiß aber auch, dass der Job noch lange nicht beendet ist: "Es wird bis zum letzten Spieltag gehen, da bin ich mir ziemlich sicher. Wir dürfen auf keinen Fall gemütlich werden, sondern müssen fokussiert bleiben. Wir haben nur ein Ziel vor Augen."
In den nächsten vier Spielen warten Nürnberg, Hertha, Kiel und Kaiserslautern auf die Blau-Weißen. In der Hinrunde holten sie aus diesen vier Duellen starke zehn Punkte.
Die Einstellung bei den Magdeburgern stimmt, bildlich dafür war die Aktion von Atik, der nach erfolgreichem Zweikampf auf die Bande sprang und jubelte: "Es geht darum, dass Stadion mitzunehmen und auch ein Zeichen an die Fans zu senden. Ich wäre fast über die Bande geflogen, aber ich wollte das Stadion nochmal anzünden."
Am nächsten Sonntag soll es gegen Nürnberg, für die es tabellarisch kaum noch um etwas geht, genauso weitergehen. Doch Atik warnt: "Es ist ganz gefährlich zu sagen, dass es für die um gar nichts mehr geht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht einen Prozent nachlassen werden."
FCM-Coach Petrik Sander zufrieden mit seinem Team
Auch Trainer Petrik Sander ist nach dem gewonnen "Sechs-Punkte-Spiel" [eine Formulierung, die der 65-Jährige konsequent mit einem Lächeln abtut, Anm. d. Red.] zufrieden: "Es ist schon Qualität, dass, immer wenn wir unter Druck stehen, sich die Mannschaft dieser Tragweite bewusst ist."
Für ihn lag der Unterschied zu den letzten Partien klar in der Abwehrleistung: "Das war ein Defensivverhalten, was man sich nur wünschen kann. Das war ein Schützen des eigenen Tores, jeder hat sich reingeschmissen und dem anderen geholfen. Das ist purer Abstiegskampf."
Völlig zurecht dürfen die FCM-Akteure mit Selbstbewusstsein in diese letzte Phase der Saison gehen.
Das sieht auch Sander ähnlich: "Mittlerweile hat sich die Mannschaft erarbeitet, dass jeder Gegner Respekt vor unserer Spielweise hat."
Titelfoto: Julius Frick/dpa

