Mangelnde Torausbeute: 1. FC Magdeburg steht sich selbst im Weg
Magdeburg - Wieder war es ein sehr gutes Spiel des 1. FC Magdeburg, wieder wunderte sich der gegnerische Trainer, wie die Elbestädter als Abstiegskandidat gehandelt werden und wieder reichte das Ergebnis am Ende nur für einen Punkt. Die Mannschaft von Petrik Sander (65) hat aktuell ein neues Problem.
Die Stabilität in der Defensive ist mittlerweile gefunden. Wie Sander schon in der Pressekonferenz vor Darmstadt mitteilte, sei eine engagierte Abwehrarbeit jetzt der Weg, den er und die Mannschaft gemeinsam gehen möchten. Und gegen Elversberg und die Lilien klappte das gut und es ist der Qualität der Gegner geschuldet, dass sie aus wenig Chancen trotzdem ein Tor machten.
Die Mängel in der Verteidigung, wodurch der FCM zuletzt 18 Gegentore in sechs Spielen kassierte, scheinen also zunächst erst einmal behoben zu sein. Doch jetzt haben die Blau-Weißen in einem anderen Bereich Schwierigkeiten, ihr Potenzial vollends abzurufen: im Angriff.
In den letzten drei Spielen hat der 1. FC Magdeburg nur zwei Tore erzielen können und ist in diesem Zeitraum gemeinsam mit Bielefeld und Düsseldorf die schlechteste Offensive der Liga.
FCM kriegt den Ball nicht ins Tor
Besonders die Chancenverwertung leidet aktuell. Die Elbestädter haben in der 2. Liga einen xGoals-Wert von 46,9, doch in der Realität haben sie erst 36-mal getroffen und sind damit um 13 Plätze schlechter als sie mit diesen erwarteten Toren eigentlich wären. Gegen Elversberg und Darmstadt wurde teilweise naiv und zu hektisch mit den Chancen umgegangen, wodurch die Ergebnisse durchaus vermeidbar gewesen wären.
Auch Torjäger Mateusz Zukowski (24) durchläuft momentan eine schwierige Phase, die einen enormen Einfluss auf das Spiel der Magdeburger hat. Schließlich konnte der Pole bislang schon elfmal treffen und zweimal selbst vorlegen, in den letzten drei Spielen sammelte er allerdings keinen einzigen Scorer. Der 24-Jährige muss dringend zurück zu alter Form finden, denn der Erfolg des Angriffsspiels des FCM ist von ihm abhängig.
Die Mannschaft allerdings zeigt sich zuversichtlich. So auch Defensivakteur Falko Michel (25), der weiß, wozu seine Teamkollegen fähig sind: "Von der Qualität unserer Jungs vorn bin ich überzeugt, dass es in den nächsten Spielen wieder klappt."
Das kommende Spiel in Münster könnte auf vielen verschiedenen Ebenen als Knotenlöser wirken. Gegen Darmstadt wurde mit dem Unentschieden stimmungsmäßig die kleine Trendwende geschafft, Preußen soll als Startschuss für einen Lauf wie im Dezember wirken.
Titelfoto: Swen Pförtner/dpa
