Ohne Zukowski zu ungefährlich: FCM rutscht nach Niederlage gegen FCN auf Platz 16
Nürnberg - Bittere Niederlage für den FCM! Beim 0:1 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg taten die Magdeburger besonders in Hälfte eins zu wenig für das eigene Spiel und mussten so die zweite Auswärtsniederlage in Folge in Kauf nehmen. Besonders der Ausfall von Mateusz Zukowski war dem Spiel der Gäste anzumerken.
In den ersten 20 Minuten hatten die Gastgeber etwas mehr vom Spiel und begannen mutig, doch der 1. FC Magdeburg stand, wie schon in den letzten Partien, defensiv stabil. Strafraumszenen blieben auf beiden Seiten Mangelware auch, weil der FCM sich zunächst auf das Verteidigen konzentrierte. So dauerte es mehr als eine halbe Stunde bis zum ersten Torschuss der Magdeburger, den der Nürnberger Schlussmann allerdings ohne Probleme festhalten konnte.
Auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs passierte in den letzten Dritteln kaum etwas und alles deutete auf ein Unentschieden zur Pause hin. Dann aber brach der Nürnberger Koudossou in der Nachspielzeit auf der rechten Seite durch, gab die Kugel in die Mitte, wo Lubach den Ball mit der ersten richtigen Gelegenheit aus sechs Metern ins Tor beförderte.
Die Pausen-Führung ging aufgrund der offensiven Bemühungen durchaus in Ordnung, denn der FCN war grundsätzlich die spielbestimmende Mannschaft. Den Elbestädtern wiederum war anzumerken, dass Top-Torjäger Mateusz Zukowski fehlte. Mit dem Polen schoss der FCM im Durchschnitt knapp 2,2 Tore pro Spiel, ohne ihn kommen sie bis zu diesem Spieltag nur auf 0,75.
Taktisch betrachtet war es für die Magdeburger eine recht ungewöhnliche Halbzeit. Sie überließen den Nürnbergern viel den Ball und warteten auf Umschaltmomente.
FCM wird zu spät wach
Die zweiten 45 Minuten gestalteten sich aufseiten der Blau-Weißen dann deutlich besser und sie versuchten, ihre eigenen Stärken auszuspielen. Die Mannschaft von Petrik Sander probierte, das Spiel an sich zu reißen, agierte deutlich offensiver als noch in der ersten Halbzeit und drückte die Gastgeber immer mehr in die eigene Hälfte.
In den Offensivbemühungen fehlte häufig nur die letzte Präzision. Der Kopfball von Alexander Ahl Holmström verpasste das Gehäuse der Nürnberger nur um Millimeter (64.) und dem eingewechselten Maximilian Breunig fehlte gleich doppelt die berüchtigte Fußspitze, um den Ball im Kasten unterzubringen (76., 82.).
Und auch wenn die Magdeburger in den letzten Minuten alles nach vorne warfen, fehlte es an Ideen und der ganz großen Gefahr. Nürnberg verteidigte kompakt, gewann die Luftduelle und ließ hinten nichts mehr anbrennen. So blieb es bei dem doch verdienten 0:1 aus Sicht des FCM.
Da Braunschweig, Düsseldorf, Kiel und Bielefeld an diesem Wochenende gleich dreifach punkten konnten, stehen die Elbestädter nach dem Spieltag auf Platz 16, punktgleich mit dem direkten Abstiegsplatz.
Statistik zum Spiel vom 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Magdeburg in der 2. Bundesliga
2. Bundesliga, 31. Spieltag
1. FC Nürnberg - 1. FC Magdeburg 1:0 (1:0)
1. FC Nürnberg: Jan Reichert - Koudossou, Gruber, Lotschoshwili, Yilmaz - Markhiev, J. Fernandez (83. Soldic) - F.O. Becker (83. Nzingoula), Justvan (82. Buchmann), Lubach (73. Baack) - Grimaldi (61. Scobel)
1. FC Magdeburg: Reimann - Bockhorn (71. Hugonet), Mathisen, Geschwill (72. Hercher), Musonda - Ulrich, F. Michel, Gnaka (87. Ghrieb) - Nollenberger, Ahl-Holmström (72. M. Breunig), Atik
Schiedsrichter: Patrick Schwengers (Lübeck)
Tore: 1:0 Lubach (45.+2)
Gelbe Karten: Lubach (6) / Bockhorn (1), Musonda (7), Mathisen (7)
Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

