Nach Ausschreitungen beim Elb-Clásico: FCM-Anhänger wegen versuchten Mordes vor Gericht

Magdeburg - Nach den Ausschreitungen beim diesjährigen Elb-Clásico zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden, bei dem über 70 Polizisten verletzt wurden, gibt es jetzt weitere juristische Konsequenzen.

Ein 29-jähriger FCM-Anhänger muss sich nun vor Gericht wegen versuchten Mordes verantworten.  © Andreas Gora/dpa

Ein 29-jähriger FCM-Anhänger muss sich demnach wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Der Prozess gegen ihn werde in den kommenden Wochen beginnen, wie das Landgericht Magdeburg mitteilte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Aschersleben niedrige Beweggründe vor. 

Der Angeklagte soll bei den Ausschreitungen laut Gericht eine tragende Rolle gespielt haben. Dabei soll er einen 15 Kilogramm schweren Pflasterstein auf die Einsatzkräfte geworfen haben. Der 29-Jährige war schon Ende Januar festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen habe er sich noch nicht geäußert.

Mehr als 70 Polizisten wurden bei den Ausschreitungen verletzt, 17 davon mussten sogar im Krankenhaus behandelt werden.

1. FC Magdeburg Achter Neuzugang für den FCM: Südkoreanischer Youngster verstärkt die Offensive

Neben versuchten Mordes wird dem Mann laut Gericht auch noch schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

Anzeige

Wie das Landgericht weiter mitteilte, sind für den Prozess gegen den 29-Jährigen insgesamt 14 Verhandlungstermine angesetzt.

Mehr zum Thema 1. FC Magdeburg: