Nach Sieg gegen Nürnberg: 1. FC Magdeburg verfällt nicht in Euphorie

Von Malte Zander

Magdeburg - Die Spieler vom 1. FC Magdeburg jubelten nach 17 Minuten Nachspielzeit erleichtert. Aber auch die mentale Erschöpfung war greifbar. Die vergangenen Wochen haben Spuren hinterlassen. Und der 3:0-Sieg gegen den 1. Nürnberg hatte so seinen Seltenheitswert.

FCM-Trainer Petrik Sander (65) verfällt nach dem Sieg gegen Nürnberg noch nicht in Euphorie.
FCM-Trainer Petrik Sander (65) verfällt nach dem Sieg gegen Nürnberg noch nicht in Euphorie.  © Andreas Gora/dpa

"Fußball ist manchmal nicht erklärbar - und das ist das Schöne daran", sagte FCM-Trainer Petrik Sander (65). Die Elbestädter bleiben zwar Tabellenletzter, halten aber den Anschluss an die Nichtabstiegsränge.

Wie zuletzt häufig war der FCM auch gegen die Franken die überlegene Mannschaft gewesen, erspielte sich die klareren Torchancen und ließ über weite Strecken keine Torgefahr durch die Gäste aufkommen. Der entscheidende Unterschied zu den letzten drei Partien: Magdeburg nutzte drei seiner Torgelegenheiten zu eigenen Treffern, gewann souverän und in der Höhe verdient.

Aus einer ordentlichen Offensivleistung ragte Mateusz Zukowski (73./90.+6) mit seinem Doppelpack noch einmal heraus. In nur zwei Spielen hat der Pole mit den bislang erfolgreichsten FCM-Torschützen gleichgezogen, hat ebenso zwei Treffer auf dem Konto. Maximilian Breunig (90.+10) setzte in der üppigen Nachspielzeit nach seiner Einwechslung den Schlusspunkt.

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Sein 4:0 wurde nach Abseitsstellung aberkannt - dem Jubel von Spielern und Fans tat das aber keinen Abbruch mehr.

Philipp Hercher: "Wir haben noch nix erreicht!"

Die Elbestädter setzten sich mit 3:0 gegen Nürnberg durch.
Die Elbestädter setzten sich mit 3:0 gegen Nürnberg durch.  © Andreas Gora/dpa

Begonnen hatte die Partie mit außergewöhnlichem Fan-Protest: Beide Fanlager ließen die Blöcke in den ersten zwölf Minuten leer, geschwiegen wurde gar eine halbe Stunde lang.

"Hier ist es immer brutal laut; wenn die Tribüne dann leer ist, macht das was mit einem Spieler", stellte Philipp Hercher fest. Mit Rückkehr der Fans wurde der FCM fast schlagartig besser, hätte schon vor der Pause - durch Hercher - in Führung gehen können.

Das klappte dann erst nach einer 13-minütigen Spielunterbrechung, weil der Rauch nach Pyrotechnik-Einsatz beider Fangruppen kurz nach der Pause einfach nicht abziehen wollte. Trotz aller Freude über den Dreier ordnete Außenbahnspieler Hercher den Sieg ein: "Wir haben noch nix erreicht. Wir müssen schnell regenerieren, weil das nächste Spiel schon am Dienstag ist."

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Im DFB-Pokal bei RB Leipzig habe man nichts groß zu verlieren, "wichtig wird sein, dass wir in der Liga nachlegen und so viele Punkte, wie es irgendwie möglich ist, holen bis zum Winter", meinte Hercher.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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