Unbelehrbar! Co-Trainer von Rot-Weiß Erfurt rassistisch angefeindet!

Rudolstadt - Während des Oberliga-Spiels zwischen Einheit Rudolstadt und Rot-Weiß Erfurt soll es zu rassistischen Äußerungen gekommen sein. Ziel der Anfeindung war Erfurts Co-Trainer Manuel Rost (31).  

Rot-Weiß Erfurt will zum nächsten Heimspiel gegen Grimma eine klare Botschaft gegen Rassismus senden.
Rot-Weiß Erfurt will zum nächsten Heimspiel gegen Grimma eine klare Botschaft gegen Rassismus senden.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Eigentlich hatte der FC Rot-Weiß Erfurt allen Grund zur Freude. Gegen Rudolstadt konnte die blutjunge und neuformierte Mannschaft um Cheftrainer Robin Krüger (31) mit einem Punktgewinn (1:1) in die neue Oberliga-Saison starten. Auch vom spielerischen Aspekt machten die Rot-Weißen Lust auf mehr. 

Doch die Freude über den guten Auftritt wurde schnell getrübt. Leider, muss man sagen. Denn es ereignete sich ein Vorfall, der immer noch viel zu häufig vorkommt. 

Während des Spiels wurde RWE-Co-Trainer Manuel Rost (31) rassistisch angefeindet. 

Anfeindungen kamen nicht von Rudolstädter Fans

Bei den rassistischen Anfeindungen handelt es sich nicht um Fans der FC Einheit Rudolstadt, erklärte deren Pressesprecher Hartmut Gerlach gegenüber TAG24.  

Er habe von einer Person während der ersten Halbzeit ein Signal bekommen, dass hinter der RWE-Trainerbank jemand unangebrachte Äußerungen gegenüber Manuel Rost tätige, heißt es. 

Daraufhin habe er eine Stadiondurchsage gemacht und sich im Namen aller Rudolstädter-Fans und des Vereins von diesen Äußerungen distanziert, sagte er TAG24.

Die Rudolstädter informierten daraufhin die Polizei. Diese stellten dann die Personalien der Person sicher. "Jemand hatte sich für dieses Spiel eine Karte gekauft und dann Stunk verbreitet, aber diese Äußerungen kamen von keinen Fans der Einheit Rudolstadt", bekräftigt Gerlach.     

Erfurt reagiert mit ebenfalls mit einem Statement

Die Thüringer distanzierten sich nach dem Spiel in einer Pressemitteilung umgehend von den Anfeindungen und verurteilten diese scharf.

"Ich möchte in aller Deutlichkeit sagen, dass Rassismus weder im Fußballstadion noch in unserer Gesellschaft etwas zu suchen hat. Manuel ist Teil unseres Teams und ein Angriff auf ihn ist für mich auch ein Angriff auf mich und uns alle", erklärte Cheftrainer Robin Krüger in aller Deutlichkeit.

Auch RWE-Investor Franz Gerber (66) meldete sich zu Wort und distanzierte sich von dem Verhalten gegenüber Rost. Neben seinen Worten kündigte er auch Taten an. Laut Gerber werde der Verein als Reaktion zum Heimspiel gegen Grimma eine klare Botschaft gegen Rassismus senden. 

Einheit Rudolstadt erklärte sich mit den Aussagen solidarisch. "Wir finden die Aussagen richtig. Sowas geht nicht", betont Gerlach. 

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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