Spieler stürmen VIP, Trainer tanzt in der Disko: So exzessiv feiert Rot-Weiß Erfurt den Derbysieg
Erfurt - Diese Machtdemonstration musste ausgelassen zelebriert werden! Rot-Weiß Erfurt befindet sich auch zwei Tage nach dem Derby-Erfolg über Carl Zeiss Jena (3:1) im Feiermodus.
Die Party fiel umso krachender aus, weil vor dem 114. Thüringenderby die Rollen eindeutig schienen: RWE - von vielen Verletzungen gebeutelt - ging als klarer Außenseiter in die Partie.
Doch nach 50 Minuten führten die Gastgeber überraschend mit 3:0, das Derby war früh entschieden. Bei Ostsport.TV gestand RWE-Trainer Fabian Gerber (46) später: "Viele haben nicht auf uns gesetzt heute."
Nur einen Sieg hatte Erfurt aus den jüngsten acht Ligaspielen geholt, doch gegen Jena knallte das Gerber-Team trotz zig Ausfällen und Umstellungen alles raus.
Das schmeckte dem Trainer, der ausgerechnet am Freitag 46 Jahre alt wurde, sichtlich: "Ich werde mir heute Abend auch das ein oder andere Gläschen Rotwein gönnen."
Das Vorhaben setzte Gerber in aller Fröhlichkeit um: TAG24 liegt ein Video vor, das den Derby-Trainer feiernd in einer Disko zeigt. Getarnt mit Sonnenbrille und Cap hottete der RWE-Trainer bis in die frühen Morgenstunden so richtig ab.
Fabian Gerber feiert in einer Disko, Spieler stimmen "Derbysieger" an
Zuvor hatte er seinen Derbysiegern ein verlängertes Wochenende und Ausgang spendiert: "Die Jungs sollen jetzt mal drei Tage frei machen, genießen und heute Abend um die Häuser ziehen."
Schon unmittelbar nach Abpfiff hatten seine Spieler dies beherzigt und vor der Steigerwaldkurve Position für das viel prestigeträchtige Siegerfoto eingenommen.
Anschließend ging die Party in den VIP-Räumen weiter. Hüpfend und feixend unter dem Song "Party Rock Anthem" kaperte die Mannschaft die Bühne, auf der dann Benny Boboy (21) den Ton angab.
Ekstatisch stimmten Spieler, Trainer und Fans "Jena nach Hause" und "Derbysieger" an, während Artur Golubytskyi (21) nonstop auf der Auswechseltafel, den Spielstand aufleuchten ließ.
Mittels Polonaise verließ die Feiermeute den Saal und darf sich jetzt für mindestens sechs Monate als Thüringens Nummer eins schmücken.
Titelfoto: IMAGO / Bild13

