Erfurt - Wer schnappt sich Erfurts Sturm-Rakete? Am Samstag verabschiedete Rot-Weiss Erfurt vorzeitig seinen Torjäger Obed Chidindu Ugondu (24) nach zwei Jahren und 34 Toren. Der Durchstarter kann sich seinen neuen Klub aussuchen.
Denn Ugondu hat am Steigerwald für Aufsehen gesorgt. Sein Weg aus der 6. in die 4. Liga beeindruckte die Branche nachhaltig, speziell im Nordosten wurde seine Entwicklung registriert.
Deshalb verwunderte es nicht, dass Ugondu frühzeitig dem Verein mitteilte, den nächsten Karriereschritt zu gehen. Dank seiner brachialen Physis kann sein Weg weit führen, kommt der Angreifer erst mal ins Rollen, ist er kaum zu bremsen.
Viele Tore erzielte Ugondu nach Kontern und Hereingaben, sein Antritt und sein bulliger Körper sind schwierig zu verteidigen, sein kraftvoller Abschluss ebenso eine Waffe. Auch koordinativ hat sich der Stürmer gesteigert.
Dies ruft einige Interessenten auf den Plan: Wie TAG24 erfuhr, soll es lose Anfragen aus der 2. Bundesliga geben, auch in der 3. Liga steht er hoch im Kurs. Da Ugondus Vertrag ausläuft, ist er ablösefrei zu haben.
Ein kolportierter Wechsel zu Hansa Rostock ist nach TAG24-Recherchen kein Thema, stattdessen führt eine Spur zu Energie Cottbus.
Energie Cottbus ein Kandidat, Obed Ugondu könnte ins Suchraster passen
Ugondu würde perfekt in das Suchraster der Lausitzer passen, die am letzten Spieltag den Zweitliga-Aufstieg packen können. Der Klub bewies diese Serie eindrucksvoll, dass er Talente aus unteren Ligen auf die nächste Stufe heben kann.
Speziell Spätstarter Nyamekye Awortwie-Grant (25) ist zu nennen, der Verteidiger kickte wie Ugondu vor wenigen Jahren in der Verbandsliga. Geht der variable Angreifer den gleichen Weg?
In Cottbus wird mit Blick auf den sicheren Abgang von Timmy Thiele (34) ein Platz im Angriff frei. Ugondu könnte an der Seite von Erik Engelhardt (28) in die Tiefe gehen oder über den Flügel kommen, wie in der Rückserie vielfach in Erfurt.
Allerdings kündigt sich nach TAG24-Informationen keine schnelle Entscheidung an – das Rennen um Ugondu ist spätestens nach seiner Verabschiedung am Steigerwald eröffnet.