Alu-Pech und kurioser Wechsel! Viel mehr hatte diese Partie auch nicht zu bieten

Hamburg - Da war mehr drin! Der FC St. Pauli hat sich am Sonntag torlos von Eintracht Frankfurt getrennt, dabei hatten die Kiezkicker die besseren Chancen. Kurios wurde es kurz vor der Halbzeit.

Mathias Pereira Lage (r) hatte für St. Pauli die größte Chance, als er aus wenigen Metern nur den Pfosten traf.
Mathias Pereira Lage (r) hatte für St. Pauli die größte Chance, als er aus wenigen Metern nur den Pfosten traf.  © Frank Molter/dpa

Die Partie war zu Beginn recht einseitig, die Eintracht hatte phasenweise mehr als 70 Prozent Ballbesitz, konnte diesen bis auf einen geblockten Burkardt-Schuss aber nicht nutzen (4. Minute).

Lange Zeit mühten sich beide Teams in der Offensive ab, vieles spielte sich stattdessen im Mittelfeld ab.

Die größten Chancen des ersten Durchgangs hatte dann tatsächlich St. Pauli, das sich mit Verlauf etwas befreien konnte. Zunächst traf Mathias Pereira Lage nach einer Ecke aus fünf Metern nur den Pfosten (24.), dann zog Daniel Sinani aus der Distanz ab und traf ebenfalls nur das Aluminum (31.).

St. Pauli will gegen Eintracht Frankfurt den nächsten Coup landen
FC St. Pauli St. Pauli will gegen Eintracht Frankfurt den nächsten Coup landen

Zwischenzeitlich herrschte am Millerntor eine bedrückte Stimmung, Grund dafür war ein Rettungseinsatz im oberen Bereich der Gegengeraden.

Etwas kurios wurde es noch vor dem Halbzeitpfiff. Assistent Christian Dietz meldete sich bei Schiedsrichter Felix Zwayer und konnte aufgrund von Wadenproblemen nicht weitermachen. Für ihn sprang der bis dato Vierte Offizielle Eric Weisbach an.

Mit dem torlosen Remis ging es schließlich in die Kabine. Aufgrund der Chancen hätten die Kiezkicker die Fühung durchaus verdient gehabt, Frankfurt fehlten vor allem in der Offensive die Ideen.

Schiedsrichter-Assistent Christian Dietz (r) musste kurz vor der Pause aufgrund von Wadenproblemen ausgetauscht werden.
Schiedsrichter-Assistent Christian Dietz (r) musste kurz vor der Pause aufgrund von Wadenproblemen ausgetauscht werden.  © Frank Molter/dpa

FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt überbieten sich an Harmlosigkeit

In der zweiten Hälfte überwogen die Zweikämpfe, Torgefahr war hingegen Mangelware.
In der zweiten Hälfte überwogen die Zweikämpfe, Torgefahr war hingegen Mangelware.  © Frank Molter/dpa

Die zweite Halbzeit war keine Minute alt, da meldete sich die SGE gleich wieder zu Wort. Jean-Mattéo Bahoya zog aus elf Metern ab, aber Nikola Vasilj war zur Stelle (46.). Für lange Zeit war dies der einzige Torschuss, ansonsten bot die Partie ziemlich viel Leerlauf.

Dies änderte sich zumindest für den Augenblick als sich Sinani gegen mehrere Gegenspieler durchsetzte und abzog. Doch auch hier packte Michael Zetterer sicher zu (67.). Ansonsten blieb es dabei, Torgefahr strahlten beide Teams an diesem Sonntag nicht aus.

Bis auf einen harmlosen Burkardt-Kopfball (84.) und einen laschen Sinani-Schuss (90.+1) passierte vor den beiden Toren tatsächlich bis zum Abpfiff nichts mehr.

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So holte St. Pauli einen weiteren wichtigen Zähler im Abstiegskampf und blieb im sechsten Heimspiel in Folge ungeschlagen. Die Eintracht hingegen verpasste es sich am 107. Geburtstags des Vereines zu beschenken.

Die Statistik zum Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt

Bundesliga, 25. Spieltag

FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt 0:0 (0:0)

FC St. Pauli: Vasilj - Wahl, Smith, Ando (66. Dzwigala) - Saliakas (48. Ritzka), Sands (81. Metcalfe), Irvine, Pyrka - Fujita, Pereira Lage - Sinani

Eintracht Frankfurt: Zetterer - Brown, Amenda, R. Koch, Collins - Larsson - Kalimuendo (82. Amaimouni-Echghouyab), Chaibi (87. Arrhov), O. Höjlund (66. Doan), Bahoya - Burkardt

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Ando (2), Metcalfe (1), Blessin / Doan (4)

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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