Hamburg - Sichtlich angefressen zeigte sich St. Paulis Cheftrainer Alexander Blessin (52) bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) über die abgesagte Partie gegen Leipzig vergangenen Samstag. Dennoch sei die Ausweichlösung vor dem 17. Spieltag gelungen.
"Generell eine unbefriedigende Situation. Wir wollten ja alle spielen", erklärte der Kiezcoach mit Blick auf die abgesagte Partie gegen RB Leipzig am vergangenen Samstag.
"Wir mussten dann anderweitig gucken, wie wir natürlich die Konzentration hochhalten und natürlich auch eine gewisse Belastung haben", so Blessin weiter.
Zunächst habe man sogar über ein spontanes Testspiel gegen Hoffenheim nachgedacht, aufgrund der Kurzfristigkeit habe man sich dann aber für ein internes Turnier entschieden. Was sich offenbar dann auch als gute Vorbereitung für das Auswärtsduell am Mittwoch erwies.
"Und obwohl der Platz dann auch nicht so gut war, haben die Jungs dann schon ihr Pensum abgespult. Man denkt ja dann immer, wenn so ein Spiel abgesagt wird, dass die Konzentration dann ein bisschen nachlässt, aber ich war doch sehr zufrieden und angetan von der Einheit. Sie haben das Beste daraus gemacht", betonte der 52-Jährige zufrieden.
Nach 8:1-Klatsche: Leistungs-Boost für Wolfsburg?
Dass Wolfsburg vergangenen Sonntag gegen Bayern München eine 8:1-Klatsche hinnehmen musste, ordnet der Trainer dabei gar nicht als Vorteil für die Kiezkicker ein.
Im Gegenteil: "Sie werden sich da schütteln und dementsprechend eine Reaktion zeigen wollen", schien sich Blessin sicher. "Da müssen wir einfach dagegenhalten von unserer Seite."
Denn was auch für Blessin klar ist: Wolfsburg ist das Team mit der höheren individuellen Qualität. Mit einem Auswärtssieg könnte man den VfL in der Tabelle dennoch überholen. Deswegen gelte erst recht: voller Fokus auf das Dagegenhalten!
"Wir haben auch ein paar Lösungsansätze, die wir dann versuchen, auch durchzubringen", so die Ansage.