Rasenheizung vor Partie gegen Leipzig am Limit: St.-Pauli-Coach Blessin will von Absage nichts wissen
Hamburg - Offiziell steht das Spiel gegen RB Leipzig am Samstagnachmittag (15.30 Uhr/Sky) wegen der gravierenden Wetterverhältnisse in Hamburg noch hart auf der Kippe. Von einer möglichen Absage will Cheftrainer Alexander Blessin aktuell allerdings nichts wissen.
Wie der 52-Jährige bei der Pressekonferenz am Donnerstag betonte, gehe er als Trainer gemeinsam mit der Mannschaft zum aktuellen Zeitpunkt zu einhundert Prozent davon aus, dass die Partie am Millerntor angepfiffen werden wird.
"Wir wollen spielen, deshalb gibt es für uns da keine Fragezeichen. Dementsprechend bereiten wir uns auch darauf vor", erklärte der Kiezcoach. Gerade mental sei es wichtig, die mögliche Option einer Absage nicht in Betracht zu ziehen.
Vonseiten des Vereins gibt es derzeit noch keine Neuigkeiten hinsichtlich der Austragung. Letztlich müsse man abwarten, wie sich die winterliche Wetterlage tatsächlich entwickelt und so spät wie möglich entscheiden, welche Lösung die richtige ist. Bei der Entscheidung gehe es nicht nur um die Spieler auf dem Rasen, sondern unter anderem auch um die Sicherheit der Fans, Anreisewege aller Dienstleister und Bandenlieferungen.
Was aber klar ist: Auf die Spieler warten frostige Platzverhältnisse. Die Rasenheizung sei angeschaltet, aber auch diese kämpfe inzwischen mit Mühe gegen den Schneefall sowie die tiefen Temperaturen an.
RB Leipzig trainiert in der Sonne, St. Pauli kickt im Schnee
Während Leipzig hingegen bei gemütlichen Plus-Temperaturen die letzten Einheiten im Trainingslager in Portugal abhielt, kämpfte die Kiez-Elf auch schon auf dem Trainingsgelände mit Schneemassen.
"Wir haben versucht, Zeitfenster zu erwischen, um mal nicht mit Schneefall zu trainieren", erklärte der Cheftrainer. "Aber dann kam wieder etwas nach und es war schon schwierig, aber wir konnten das Training dann so gut es geht beenden."
Aber trotz der Tatsache, dass das Team von Trainer Ole Werner (37) als Tabellenvierter und aufgrund der starken Leistungsserie als klarer Favorit in die Partie geht, wittert Blessin für seine Elf eine Chance. "Dass die Qualität hoch ist, ist klar. Aber ich glaube schon, dass wir an einem guten Tag was leisten können."
Um das zu schaffen, will der Trainer das Rad zum aktuellen Zeitpunkt keinesfalls neu erfinden. "Wir wollen nicht den zweiten Schritt vorm ersten machen. Was wir im Dezember erarbeitet haben - da wollen wir aufbauen. Das, was wir gut gemacht haben, was auch gegen Bremen gut geklappt hat, das wollen wir wieder zeigen."
Titelfoto: WITTERS

