FC St. Pauli präsentiert sich wie ein Absteiger! "Werden in dieser Liga überrollt"

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Heidenheim - Mit so einer Leistung wird es ganz, ganz schwer! Der FC St. Pauli hat sich bei der verdienten 0:2-Niederlage beim Letzten 1. FC Heidenheim wie ein Absteiger präsentiert - hinten zu anfällig und vorne viel zu harmlos.

Nach der Pleite in Heidenheim schlugen die Führungsspieler Hauke Wahl (32, l.) und Kapitän Jackson Irvine (33, r.) Alarm.
Nach der Pleite in Heidenheim schlugen die Führungsspieler Hauke Wahl (32, l.) und Kapitän Jackson Irvine (33, r.) Alarm.  © WITTERS

Vor der so wichtigen Partie hatten Trainer Alexander Blessin (52) und auch die Spieler offensiv betont, dass das Ziel Platz 15 sei. Was folgte, war allerdings die Leistung eines Absteigers. Entsprechend kleinlaut gaben sich die Kiezkicker nach der Pleite und korrigierten das Ziel.

"Es ist brutal, weil wir eine riesige Chance hatten", ärgerte sich Kapitän Jackson Irvine (33). "Wenn wir unsere maximale Leistung nicht erreichen, werden wir in dieser Liga überrollt." Und das selbst vom Tabellenletzten.

Das Spiel auf der Heidenheimer Alb startete denkbar schlecht, nach drei Minuten klingelte es bereits im Kasten. Bei einer Ecke guckten alle nur zu, Budu Zivzivadze hatte keine Probleme, das Leder im Tor unterzubringen.

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"Wir sind denkbar schlecht ins Spiel gekommen", erkannte Hauke Wahl (32) an, der allerdings eine Steigerung im Laufe der ersten Hälfte sah. Bis auf eine Großchance von Andréas Hountondji (23) sprang allerdings offensiv wenig heraus (24. Minute).

"Wir haben zu wenig mit dem Ball gemacht. Es ist ein schwieriges Spiel, nachdem wir so früh ein Standardgegentor bekommen haben", wusste auch Irvine. "Am Ende hat es sich nicht so angefühlt, als hätte unser Spielplan funktioniert. Wir haben ihn nicht gut umgesetzt und wurden mit zwei sehr billigen Toren bestraft."

FC St. Pauli korrigiert sein Minimalziel: "Muss jetzt die Relegation sein"

Der FC St. Pauli muss sein Minimalziel nach unten korrigieren.
Der FC St. Pauli muss sein Minimalziel nach unten korrigieren.  © Tom Weller/dpa

Der Australier spielte damit auf die Vorentscheidung in der 82. Minute an. Nach eigener Ecke ließ sich St. Pauli auskontern, Eren Dinkci (24) traf zum 2:0.

Die Kiezkicker hatten sich zuvor zwar um den Ausgleich bemüht, bis auf eine kleinere Druckphase nach dem Seitenwechsel kam offensiv aber - wieder einmal - wenig bis nichts!

Und so muss das Team von Trainer Blessin mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. "Wir müssen uns auf die letzten drei Spiele und die neun zu vergebenden Punkte konzentrieren", forderte Irvine und legte die Hoffnung auf die Heimspiele gegen Mainz und Wolfsburg.

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Auch Wahl wollte gar nicht groß auf die Konkurrenz schauen. "Wir tun gut daran, uns auf uns selbst zu konzentrieren. Die Spiele werden immer weniger, deshalb muss das Minimalziel jetzt die Relegation sein", gab er allerdings zu.

Der 32-Jähriger betonte, dass jeder im Team wisse, worum es geht. "Das hat nichts mit dem Kopf zu tun. Wir wissen seit Spieltag 1, worum es geht." Nur muss das eben auch auf dem Platz sichtbar sein.

Titelfoto: WITTERS

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