Hamburg - Leihe erfolgreich, aber wie geht es weiter? Um Spielpraxis zu sammeln, hat der FC St. Pauli Erik Ahlstrand (24) und Scott Banks (24) an andere Vereine verliehen. Nach ihrer Rückkehr haben sie wohl aber keine Zukunft mehr bei den Kiezkickern.
Während Ahlstrand seit dem Winter sein Glück in der niederländischen Eredivisie bei Heracles Almelo sucht, verließ Banks bereits im Sommer St. Pauli. Der Schotte spielte zunächst für den FC Blackpool in der dritten, englischen Liga und wechselte im Winter zum Liga-Konkurrenten FC Barnsley.
Auf den ersten Blick lohnten sich die Leihen der beiden Profis. Denn anstatt auf der Bank oder Tribüne des Millerntors zu sitzen, erhielten beide bei ihren Leihvereinen Spielpraxis.
Ahlstrand kam nach seinem Wechsel im Winter in elf von 14 Begegnungen zum Einsatz, siebenmal stand er dabei in der Startelf. Zuletzt war nur Einwechselspieler und konnte den Abstieg nicht verhindern. Almelo ist mit 19 Punkten abgeschlagen Tabellenletzter und muss den Gang in die zweite Liga antreten.
Bei St. Pauli hatte es der Schwede seit seiner Ankunft im Winter 2024 schwer und kam insgesamt nur auf sechs Einsätze für die Profis. Ein paar mehr waren es bei der U23 in der Regionalliga (23).
Leihwechsel lohnt sich für Scott Banks
Banks war ein halbes Jahr vor Ahlstrand ans Millerntor gewechselt, zog sich aber schnell einen Kreuzbandriss zu. Immerhin sorgte er kurz nach seinem Comeback mit einer Vorlage zur Zweitliga-Meisterschaft. Nach dem Aufstieg kam er über zwölf Joker-Einsätze nicht hinaus.
Im Sommer ging es für ihn zunächst in die League One zum FC Blackpool. Dort absolvierte der 24-Jährige 20 Spiele (fünf Tore, zwei Vorlagen), dennoch kam es im Winter zum Leihabbruch. Es folgte der Wechsel zum Liga-Konkurrenten FC Barnsley.
Für Banks läuft es dort ähnlich. Er kam bislang auf 21 Einsätze (drei Tore, vier Vorlagen) und stand 16-mal in der Startelf. Der Klassenerhalt ist mittlerweile gesichert.
Beide kehren im Sommer zu St. Pauli zurück, dürften aber nur bedingt eine Zukunft haben. Halten die Kiezkicker die Klasse, dürften sie als Verkaufskandidaten gelten, selbst bei einem Abstieg würde es schwer für das Duo werden, auf Spielzeit zu kommen.