FC St. Pauli: Eric Smith will von Druck nichts wissen - "Falscher Job"
Hamburg - Klare Worte! Eric Smith (29) hatte sich sein Comeback nach vierwöchiger Verletzungspause beim FC St. Pauli sicherlich anders vorgestellt. Doch auch er konnte die 0:2-Niederlage beim 1. FC Heidenheim nicht verhindern.
Zur Halbzeit hatte Trainer Alexander Blessin (52) genug gesehen. Er brachte Smith und hoffte, dass damit etwas mehr Stabilität und Ruhe ins Spiel der Kiezkicker kommen würde. Für eine gewisse Zeit schien es so, als würde der Plan aufgehen, doch dann ging auch der Schwede wie das gesamte Team unter.
"Das war auf allen Ebenen nicht gut genug und dann kann man auch kein Spiel gewinnen", fand Smith deutliche Worte. Die Leistung in Heidenheim gehörte mit Abstand zu den schlechteren in den vergangenen Wochen. War der Druck vielleicht zu groß?
"Wenn das zu viel Druck war, haben die Leute den falschen Job", widersprach der 29-Jährige. "Man spielt Fußball für den Druck, das sollten die Spiele sein, auf die man sich freut, wenn es um alles geht." Wer das nicht könne, hätte ein Problem, so Smith.
Auffällig ist, dass St. Pauli schon häufiger in solch einer Situation steckte, sich allerdings selten so schlecht präsentierte wie in Heidenheim. Die Kiezkicker können von Glück reden, dass - bis jetzt zumindest - die Konkurrenz noch mitspielte. Darauf verlassen sollten sie sich aber nicht.
FC St. Pauli will sich nicht auf die Konkurrenz verlassen: "Dann haben wir ein Problem"
Nach vorne und bei fünf Punkten Rückstand dürfte der Zug abgefahren sein. Von hinten drängt der VfL Wolfsburg mit einem Punkt Rückstand und die Heidenheimer mit vier Zählern. So langsam, aber sicher müssen auch die Kiezkicker wieder einmal Punkte einfahren.
"Wenn wir auf andere Teams hoffen, dass sie verlieren, haben wir ein Problem", wusste Smith und forderte: "Wir müssen anfangen, Leistung zu zeigen."
Er war sich sicher, dass nur zwei Siege helfen, um noch irgendwie eine Chance zu haben, in der Liga zu bleiben oder die Relegation zu erreichen. Die Möglichkeit, einen großen Schritt dahingehend zu machen, hat das Team in Heidenheim verpasst. "Also müssen wir das in den nächsten drei Spielen schaffen."
Aufgeben, so wie es die Heidenheimer trotz ihrer aussichtslosen Situation eben nicht getan haben, dürfte auch für St. Pauli keine Option sein. "Wir können uns jetzt nicht hinlegen und uns ergeben, dann wären wir im falschen Job", unterstrich Smith. Was hilft, ist eben nur Leistung bringen - und die muss ab jetzt stimmen.
Titelfoto: Tom Weller/dpa

