Flachau (Österreich) - Für St. Paulis Louis Oppie (24) ist es inzwischen fast schon Alltag, dass er im Stadion schmunzelnd den Kopf schütteln muss. Regelmäßig sprechen Stadionsprecher ihn falsch aus. Am häufigsten wird sich an einer französischen und zuletzt an einer holländischen Version des Namens bedient.
Er muss selbst lachen, als er auf die kuriose Situation mit seinem Namen im vergangenen Testspiel gegen den kroatischen Klub HNK Gorica (2:1) angesprochen wird.
Der Stadionsprecher in Anif bei Salzburg hatte den 24-Jährigen als "Louis Opje" vorgestellt. Man hätte durchaus meinen können, es handelt sich um einen Nationalspieler von "Oranje".
"Da waren schon ganz wilde Sachen dabei", grinste er. "Opje oder Oppié zum Beispiel - also der Franzose war auf jeden Fall auch dabei."
Um so dankbarer sei er zuletzt für Sportchef Andreas Bornemann (54) gewesen, der sich im vergangenen Testspiel in Sachen Namensdilemma für seinen Feldspieler starkmachte. "Er ist hingegangen zum Stadionsprecher und hat nochmal korrigiert. Da habe ich ihm danach auch danke gesagt."
Sein Favoriten-Name sei aber während seiner Zeit bei Arminia Bielefeld entstanden - allerdings nicht durch irgendwelche Stadionsprecher. Der Berliner sei dort irgendwann "Oppenheimer" genannt worden. Skurril aber es gefiel ihm irgendwie, gab er zu. "Am Anfang dachte ich: Was soll das denn? Aber irgendwann fand ich es ganz cool. Es haben dann auch echt mehrere gesagt."
Bielefeld und die Hertha: Louis Oppie freut sich auf Zweitliga-Partien
Stichwort Bielefeld: Neben aller Enttäuschung über St. Paulis Abstieg in die 2. Liga, freut sich Oppie auf zwei Gegner in der kommenden Saison besonders.
Unter anderem sei einer davon sein Ex-Klub. "Weil ich da gespielt habe. Es ist ja auch nicht lange her, dass ich da war. Ich kenne immer noch viele Jungs. Ich freue mich, wieder da zu sein und gegen sie zu spielen." Der Linksfuß war mit Arminia Bielefeld in der Saison 2024/2025 in die 2. Bundesliga aufgestiegen.
Daneben sei ein weiteres Highlight das Spiel gegen Hertha BSC - besonders das im Olympiastadion in Berlin, so der gebürtige Hauptstädter. "Das ist mein Jugendverein. Dort habe ich ja auch schon mal gespielt. Auf die beiden - würde ich sagen - freue ich mich wirklich am meisten."
Doch noch vor dem ersten Pflichtspiel der kommenden Saison steht am Freitag nun erstmal das Testspiel gegen einen Premier-League-Klub an. Natürlich sei auch die Partie gegen AFC Bournemouth etwas Besonderes.
"Das ist auf jeden Fall geil", so Oppie. "Wenn man die Qualität von der Mannschaft sieht, gegen die wir morgen spielen, ist das schon eine sehr, sehr, sehr hohe Messlatte. Aber im Fußball will sich jeder mit den Besten messen. Und wenn man dann so einen Gegner hat, dann ist man einfach motiviert. Es ist jetzt der härteste Test, den wir bis jetzt hatten."