St.-Pauli-Keeper bringt sich mal wieder selbst in die Bredouille: "War nicht so klug"

Hamburg - Hoffentlich wird das nicht zur Gewohnheit! St. Paulis Torwart Nikola Vasilj (29) hat sich beim 1:1-Unentschieden bei Union Berlin erneut einen schweren Fehlpass geleistet, ihn aber stark ausgebügelt. Das gelang ihm nicht immer in dieser Saison.

St.-Pauli-Keeper Nikola Vasilj (29, l) brachte sich mit einem Fehlpass selbst in Bedrängnis, parierte dann aber gegen Unions András Schäfer (26, r) stark.  © Imago / Jan Huebner

Nach der erfolgreichen und geschichtsträchtigen WM-Qualifikation hatte der Bundesliga-Alltag Vasilj wieder. Mit dem Spiel bei Union wartete auf den Keeper und St. Pauli ein harter Brocken.

"Es war das Spiel, das wir auch erwartet haben", erklärte er nach der Partie. "Mit vielen langen Bällen, vielen zweiten Bällen und vielen Zweikämpfen."

Von Beginn an musste der 29-Jährige hellwach sein, Union begann mit viel Druck, doch wenn Vasilj gefordert war, war er zur Stelle. Während er sich im ersten Durchgang noch schadlos hielt, musste er in der zweiten Hälfte einmal hinter sich greifen. Bei einer Ecke köpfte Andrej Ilic (26) zum Ausgleich (56. Minute).

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Und fast hätte Vasilj noch ein Ostergeschenk verteilt, doch das konnte er gerade noch so verhindern.

"Im ersten Moment konnte ich nicht glauben, dass das passiert. Dann bin ich in dieser Aktion geblieben, habe die Parade gemacht", sagte er zu seiner Parade gegen András Schäfer (26) und nannte auch gleich den Grund für seinen riskanten Pass auf Hauke Wahl (32). "Ich hatte zuvor versucht, eine andere Lösung zu finden, weil wir so viele lange Bälle gespielt haben. Das war nicht so klug in diesem Moment. Aber das Glück war auf unserer Seite."

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Nikola Vasilj immer wieder mit Aussetzern

Vasilj leistete sich immer mal wieder einen Fehlpass im Spielaufbau, nicht immer ging es gut.  © Christian Charisius/dpa

Zum Glück blieb sein Riesenbock ohne Folgen, dennoch häuften sich in letzter Zeit solche Fehlpässe. Gegen Hoffenheim und am Sonntag gingen sie gut aus, aber das war nicht immer der Fall. In der Hinrunde legte er Gladbach beim 0:4 einen Treffer auf und auch im WM-Play-off-Finale gegen Italien sorgte er mit seinem Fehlpass für die Führung der Squadra Azzurra, die zum Glück folgenlos blieb.

Gegen Union zeigte Vasillj ansonsten eine starke Leistung, an ihm lag es mit Sicherheit nicht, dass die Partie nur 1:1 ausging. "In der zweiten Halbzeit haben wir nicht zu unserem Spiel gefunden. Es war heute nicht leicht, in der Atmosphäre hier gegen diese Mannschaft zu spielen. Offensiv kam zu wenig von uns", bekräftigte er.

Daher war er mit dem einen Punkt durchaus zufrieden, wohlwissend, dass St. Pauli mit einem Dreier einen großen Schritt hätte gehen können.

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Das Ziel für die kommenden Wochen ist klar: Neben der WM und der Geburt seines ersten Kindes will er den Klassenerhalt feiern. "Darauf liegt jetzt der volle Fokus", machte er deutlich. Und mit seinen starken Leistungen kann er auch dafür sorgen, dass es dazu kommt - wenn er eben nicht diese Aussetzer hat.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 28 100:27 73
2 Borussia Dortmund 28 60:28 64
3 RB Leipzig 28 55:36 53
4 VfB Stuttgart 28 56:38 53
5 TSG 1899 Hoffenheim 28 55:41 50
6 Bayer 04 Leverkusen 28 58:39 49
7 Eintracht Frankfurt 28 52:53 39
8 SC Freiburg 28 41:47 37
9 1. FSV Mainz 05 28 35:43 33
10 1. FC Union Berlin 28 32:47 32
11 FC Augsburg 28 34:51 32
12 Hamburger SV 28 32:41 31
13 Borussia Mönchengladbach 28 35:48 30
14 SV Werder Bremen 28 31:49 28
15 1. FC Köln 28 40:49 27
16 FC St. Pauli 28 25:45 25
17 VfL Wolfsburg 28 38:63 21
18 1. FC Heidenheim 28 29:63 16

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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