Hamburg - Die neue Saison in der 2. Liga beginnt für den FC St. Pauli ausgerechnet gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky). Diese Begegnung ist vor allem für einen besonders: Branimir Hrgota (33). Der Stürmer kam diesen Sommer frisch zu den Hamburgern. Vorher spielte der Schwede sieben Jahre für die Mittelfranken.
"Ist vielleicht gut, das Spiel schon direkt zu Beginn wegzuhaben", schmunzelte der 33-Jährige in der Presserunde nach der Trainingseinheit am Dienstag.
Dass er durch seine siebenjährige Erfahrung bei der SpVgg aber einen Vorteil für seinen neuen Klub sehe, verneinte der Offensive. Mit "Tipps" an den Coach halte er sich zurück, schließlich wisse das Trainerteam, was es tue.
Aber: "Ich werde den Jungs schon meine Sachen mitgeben, damit sie wissen, was die anderen Jungs immer so auf dem Platz machen", betonte Hrgota.
Andersherum hätten ein paar von seinem Ex-Klub tatsächlich bereits versucht, die ein oder andere Information über die Spielweise der Kiezkicker aus dem neuen "Braun-Weißen" herauszukitzeln.
"Ich habe versucht, so wenig wie möglich auszuplaudern", gab der gebürtige Bosnier mit einem Grinsen zu.
Branimir Hrgota legt großen Wert auf ein gutes Teamgefüge
Hrgota sieht sich in seinem neuen Verein weniger als Führungsspieler, der nur Ansagen an seine Kollegen macht. Er scheint viel mehr das Teamgefüge auf das nächste Level heben zu wollen.
So betonte er am Dienstag: "Letztendlich sind wir ein Team! Wir werden die Tore immer zusammen schießen. Wir werden die Tore auch zusammen verteidigen. Und um das geht es!"
Der Stürmer weiter: "Es geht nicht um die Einzelpersonen, nicht darum, wer die Tore schießt oder wer sie am Ende verteidigt. Wir werden alles als Team machen."
Sich gut im Team zu integrieren sei dem Schweden von Anfang an wichtig gewesen. Auch deshalb habe er sich zunächst nicht auf einzelne Freundschaften, sondern auf die gesamte Gruppe konzentriert. "Gerade jetzt am Anfang habe ich versucht, mit so vielen wie möglich Kontakt aufzunehmen und von jedem ein bisschen was zu hören", erklärte Hrgota.
Auch in der Hansestadt komme er immer besser an, bestätigte er auf TAG24-Nachfrage. Pünktlich zu Liga-Beginn habe seine Familie auch endlich eine Wohnung gefunden. Nächste Woche stehe höchstwahrscheinlich der Umzug an. Vor Greuther Fürth bleibt aber weiterhin das Hotel das Zuhause der Hrgotas.
Im diesjährigen Trainingslager klang der Wahl-Hamburger noch skeptisch und kritisierte den Wohnungsmarkt. Selbst dem Profi-Fußballer sind die Mieten in der norddeutschen Metropole zu teuer.