Miete zu teuer: Neuer St.-Pauli-Profi kämpft mit Hamburger Wohnungsmarkt

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Flachau - Er ist einer der Neuankömmlinge im Team des FC St. Pauli: Branimir Hrgota. Der 33-jährige Schwede wechselte erst vor rund zwei Wochen nach Hamburg. Schnell ging es ins Trainingslager nach Österreich. In der Hansestadt ankommen konnte der frische Kiezkicker demnach noch nicht so richtig. Doch wie sieht es mit Blick auf die Mannschaft aus?

St. Paulis neuer Offensiv-Allrounder Branimir Hrgota (33) spielte in seiner aktiven Karriere als Profifußballer bei erst vier unterschiedlichen Vereinen.
St. Paulis neuer Offensiv-Allrounder Branimir Hrgota (33) spielte in seiner aktiven Karriere als Profifußballer bei erst vier unterschiedlichen Vereinen.  © WITTERS

Hrgota hat durchaus großes Potenzial, zum Sympathieträger des norddeutschen Zweitligisten zu werden. So wirkte der Offensivmann total nahbar, bodenständig und positiv im Gespräch am Rande der Trainingseinheit am Montagvormittag.

Er plauderte aus dem Nähkästchen und gab zu, dass selbst dem Profifußballer, der in dieser Transferperiode von der SpVgg Greuther Fürth zu dem Kiezklub wechselte, die Mieten in Hamburg deutlich zu teuer sind.

Es gebe einfach Preise in der Hansestadt, da sage selbst er "Nein", lachte der Offensiv-Allrounder. "Aber es ist ja überall so. In Fürth, damals in Frankfurt. Mönchengladbach war vielleicht ein bisschen einfacher", schmunzelte er.

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"Wir versuchen einfach, eine Mitte zu finden", blickte er kurzerhand in die Medienrunde, um sich zu erkundigen, ob jemand einen guten Kontakt auf dem Wohnungsmarkt habe. "Wir sind auf der Suche, [...] wenn jemand etwas Gutes hat, auch nicht so teuer, bitte melden."

Wenn er gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Kindern (drei und vier Jahre) dann endlich ein schönes Haus beziehen kann, habe er vor, den einen oder anderen Mannschaftskollegen nach Hause einzuladen - zum Essen oder Grillen. "Ich bin gerne mit den Jungs", bestätigte der Neuankömmling.

Nur vier Vereine in 15 Jahren Profifußball: Hrgota legt Wert auf Wohlfühlfaktor im Team

Nach sieben Saisons bei Greuther Fürth wechselte der offensive Mittelfeldspieler im Sommer zum FC St. Pauli.
Nach sieben Saisons bei Greuther Fürth wechselte der offensive Mittelfeldspieler im Sommer zum FC St. Pauli.  © Daniel Karmann/dpa

Und das nicht nur abseits des Platzes. Auch auf dem Rasen sei der Offensivmann gut im Team aufgenommen worden, erklärte er. "Ich finde, man kommt sehr, sehr schnell in die Gruppe rein. Es sind sehr 'nette Kerls' und es macht Spaß, wieder auf dem Fußballplatz zusammen zu sein".

Sich im Team wohlzufühlen, sei dem ehemaligen Fürther auch extrem wichtig. Die Wechsel-Historie des 33-Jährigen spricht dahingehend auch eine klare Sprache. In 15 Jahren aktiven Fußballs spielte er gerade mal bei vier Vereinen - eher außergewöhnlich für einen Profi.

"Wenn man sich wohlfühlt, dann möchte man auch gerne da bleiben. Ich bin ja auch ein Typ, der sehr an seine Familie denkt. So treffe ich auch immer Entscheidungen. [...] Da führt man dann viele Gespräche und muss auch ein bisschen nach Bauchgefühl gehen und gucken, was das Beste ist für mich und für meine Familie ist."

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Und hinsichtlich St. Pauli sei das Bauchgefühl direkt gut gewesen, bestätigte Hrgota nochmals. Gerade mit Trainer Marcel Rapp (47) und Sportchef Andreas Bornemann (54) hätte er eben sehr überzeugende Gespräche geführt.

Dass zwischenzeitlich darüber spekuliert wurde, der gebürtige Bosnier sei in Gesprächen mit Hertha Coach Stefan Leitl (48) und könne sich für die Alte Dame entscheiden, darauf schien er nicht ausführlich eingehen zu wollen. "Wie gesagt, ich hatte sehr gute Gespräche hier, der Rest ist etwas anderes. Ich bin hier, da konzentriere ich mich nicht auf das, was vorher war."

Sollte es Gespräche mit den Berliner gegeben haben, scheint man sich offenbar nicht einig geworden zu sein. Umso zuversichtlicher blickt der Neue nun aber auf seine Aufgabe beim FC St. Pauli und kann sich auch eine Führungsrolle in der Mannschaft durchaus vorstellen.

"Ich bin auch jemand, ich höre gerne zu. Wir finden immer eine Lösung, die Jungs sind sehr gut drauf und ich glaube, das macht auch viel einfacher."

Titelfoto: WITTERS

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