Spieler verabschiedeten ihn schon vor Tagen: Mislintat-Aus in Düsseldorf endlich offiziell
Düsseldorf - Seit Tagen kursiert der Abschied von Sven Mislintat (53) von Fortuna Düsseldorf durch alle Medien, selbst mehrere Spieler verabschiedeten sich schon öffentlich von dem Sportvorstand. Doch erst jetzt macht der Zweitliga-Absteiger es offiziell: Nach nicht einmal einem halben Jahr im Amt ist schon wieder Schluss für das "Diamantauge". Sein Nachfolger wird Samir Arabi (47).
"Fortuna war und ist für mich eine Herzensangelegenheit. Aber wie das manchmal im Leben so ist, entwickeln sich die Dinge anders, als sich das alle gewünscht hätten", erklärte Mislintat zu seinem Abschied: "Der Abstieg und seine Auswirkungen haben uns alle brutal getroffen."
Düsseldorf hatte vor dem letzten Spieltag gegen Greuther Fürth eigentlich eine gute Ausgangslage gehabt, um die Klasse zu halten, verlor das Spiel gegen den direkten Konkurrenten aber mit 0:3 und stieg so sogar direkt ab.
Als Konsequenz steht der Verein nun beinahe ohne Spieler da, schließlich hatte kaum ein Profi einen für die 3. Liga gültigen Vertrag.
Bei der Aufarbeitung in den vergangenen Tagen habe man darüber diskutiert, welche Schlüsse nun gezogen werden müssen, und habe dabei festgestellt, dass man unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung des Vereins habe, sagte der 53-Jährige.
Am Ende steht die Trennung nach weniger als sechs Monaten: "Ich wünsche der Fortuna von Herzen wirklich nur das Beste und hoffe, dass der Wiederaufstieg schnell gelingt."
Fortuna Düsseldorf: Neustart soll mit Samir Arabi gelingen
Schon kurz nach Aufkommen der ersten Berichte hatte sich unter anderem Freiburg-Leihgabe Florent Muslija (27) auf Instagram von dem Sportchef verabschiedet und davon gesprochen, dass er Mislintat in der gemeinsamen Zeit sehr zu schätzen gelernt habe: "Ich wünsche ihm für die Zukunft nur das Beste."
Auch Jordy de Wijs (31), der nach dem Abstieg in seine niederländische Heimat wechselte, drückte sein Bedauern über den Abschied Mislintats aus und betonte, dass der 53-Jährige einer der wenigen Leute gewesen sei, die immer an ihn geglaubt hätten.
Der Neustart eine Liga tiefer soll nun mit Samir Arabi gelingen, der zuletzt für Arminia Bielefeld gearbeitet hatte.
Ihm gehe es nicht um kurzfristige Lösungen, sondern um einen Neuanfang, betonte der neue Sportvorstand: "Wir wollen eine Mannschaft entwickeln, die Mentalität und Identifikation mit der Fortuna verkörpert. Die Menschen müssen spüren, dass auf und neben dem Platz für diesen Verein gearbeitet und gekämpft wird."
Titelfoto: Bildmontage: Christoph Reichwein/dpa, Friso Gentsch/dpa

