Enochs' Dynamo-Taktik für den FSV ging (noch) nicht auf

Zwickau - "Lieber jetzt als in zehn Tagen, aber so etwas darf uns in einem Spiel nicht passieren", wertete Joe Enochs (51) das klare 0:3 für Dynamo im Test als Denkzettel. Der vorige Sieg von FSV Zwickau bei Zweitligist Magdeburg sei nur eine Momentaufnahme gewesen.

FSV-Coach Joe Enochs (51, l.) im Gespräch mit Markus Anfang (48).
FSV-Coach Joe Enochs (51, l.) im Gespräch mit Markus Anfang (48).  © Lutz Hentschel

Freitag in einer Woche, wenn es gegen den VfB Oldenburg wieder um Punkte geht, muss der FSV ein gänzlich anderes Gesicht zeigen. Das kann auch das Personal anbelangen.

Zwickau fuhr gut, als Enochs vor der Winterpause auf 3-5-2 umstellte, um das Zentrum zu füllen und die Räume zu verengen. Gleichzeitig sorgte Johan Gomez (21) hinter der Doppelspitze für zusätzliche Belebung für die Offensive. Der Kreuzbandriss von Filip Kusic (26) zwang zur Umstellung und den Rückgriff auf altbewährte Schablonen.

"Mit verschiedenen Systemen erfolgreich zu spielen, war das Positivste der letzten Wochen. Wir haben zum Beispiel in Dresden mit Vierer-, gegen Osnabrück mit Dreierkette gespielt. Komplett von der Viererkette werden wir nicht weggehen, da sich die Mannschaft damit am wohlsten fühlt. Wäre es ein Punktspiel gewesen, wäre vielleicht eine andere Entscheidung gefallen", betont Enochs.

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FSV Zwickau Darum erhöht der FSV die Ticketpreise

Nun war es ein Vorbereitungsspiel, nicht das letzte vor dem scharfen Start, da am Sonnabend nochmals gegen Fünftligist Auerbach getestet wird, doch aber wohl eine vorweggenommene Generalprobe.

Die Erkenntnis daraus: mit Jan Löhmannsröben (31) als zentralem Innenverteidiger einer Dreierkette agierte Zwickau merklich stabiler, als mit einer Viererkette.

.Jan Löhmannsröben (31, M.) konnte zwar hier Stefan Kutschke (34) nicht am Schuss hindern, sorgte sonst aber für Stabilität.
.Jan Löhmannsröben (31, M.) konnte zwar hier Stefan Kutschke (34) nicht am Schuss hindern, sorgte sonst aber für Stabilität.  © IMAGO/Frank Kruczynski

"Nicht die Nerven verlieren" ist die Devise vom FSV-Coach

Abwehrspieler Leonhard von Schroetter (23, l.) hinterließ in seiner Kernaufgabe der Defensive nicht den besten Eindruck.
Abwehrspieler Leonhard von Schroetter (23, l.) hinterließ in seiner Kernaufgabe der Defensive nicht den besten Eindruck.  © Lutz Hentschel

Eine weitere Erkenntnis ist die, dass die Außenbahnen heftig zu rudern hatten. Vorstöße fanden größtenteils über rechts von Gomez und Leonhard von Schroetter (23) statt, während links Robert Herrmann (29) größtenteils abgemeldet war. Hinten waren beide Seiten anfällig.

Das änderte sich mit dem Seitenwechsel, wo plötzlich über die linke Seite mehr lief, nachdem Nils Butzen aus der aufgelösten Viererkette etwas weiter vorgerückt war. Dazu gelang es Dresden stärker zu binden. Kurzum: Zwickau wirkte stabiler.

Wieso man in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich derart ins Wanken geriet, stellt Enochs vor ein Problem, das er schleunigst angehen muss. "Wenn wir ein negatives Erlebnis hatten, dürfen wir nicht die Nerven verlieren", fordert der 51-jährige US-Amerikaner.

Titelfoto: Lutz Hentschel (2)

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