Fabelserie gerissen! Katastrophaler FSV verliert erstmals seit August 2024 ein Liga-Heimspiel
Zwickau - Nach zuvor 31 Liga-Heimspielen ohne Niederlage hat es den FSV Zwickau also erwischt. Aufgrund einer über weite Strecken völlig indiskutablen Vorstellung unterliegen die Schwäne dem Greifswalder FC mit 0:3 (0:2).
Was bitteschön war das für eine erste Halbzeit? Die Schwäne standen komplett neben sich und wurden zurecht mit zahlreichen Pfiffen bedacht. Wie schon in der Vorbereitung offenbarten sich defensiv massive Schwächen. Vor allem Zwickaus rechte Abwehrseite über Ben-Luca Moritz stand unter Dauerdruck.
Standschwierigkeiten beim Außenverteidiger wären schon beinahe zum Verhängnis geworden. Lucas Hiemann jedoch fing die gefährliche Eingabe ins Zentrum ab.
Zwickau extrem anfällig, wenn das Mittelfeld schnell überbrückt wurde. Ein Pass in die Tiefe zu Kay Seidemann hebelte die Abwehr aus und dieser musste dann nur noch quer auf Grace Bokake (26.) legen - 0:1.
Die Schmitt-Elf zwar offensiv bemüht, aber viel zu fehlerhaft und schlampig im Passspiel. Völlig indiskutabel!ä aber das Verhalten gegen den Ball. Moritz verlor Seidemann aus den Augen, der Colin Kroll-Thiel (45.) freispielte - 0:2.
Die erste Heimniederlage in der Regionalliga seit Ende August 2024 (!) zeichnete sich ab, wenn nicht massiv gegengesteuert würde.
FSV Zwickau auch in der zweiten Halbzeit schwach
Rico Schmitt reagierte zur Pause mit einem Dreifachwechsel. Joshua Putze, Cemal Sezer und Veron Dorbuna wurden durch Paul-Philipp Besong, Philipp Harant und Nick Breitenbücher ausgetauscht.
Im Angriff wurde der FSV etwas zielstrebiger, blieb hinten drin aber offen wie ein Scheunentor. Bokake (55.) agierte zu eigensinnig, Kroll-Thiel (56.) brachte es fertig Sonny Ziemer auf der Linie anzuschießen, nachdem Hiemann bereits geschlagen war.
Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Vereinzelte Pfiffe mischten sich mit drunter, sodass es, kombiniert mit dem trostlosen Gekicke, ein ziemliches Trauerspiel war.
Einen kleinen Hoffnungsschimmer brachte der letzte Doppelwechsel mit Theo Martens und Fynn Seidel für Andrey Startsev und Sandro Sengersdorf, denn die beiden Joker brachten nochmal frischen Wind und Ziemers Lattenschuss (73.) war das erste Ausrufezeichen.
CFC-Sportdirektor Chris Löwe, der vor dem Bezirksderby am nächsten Dienstag den Gegner scoutete, sah in Summe wenig, was den Himmelblauen Kopfzerbrechen bereiten sollte. Im Gegenteil dürfte die Zwickauer Anfälligkeit im Umschaltspiel Thema bei der Gegneranalyse werden, denn Anschauungsunterricht lieferte der Sonnabendnachmittag genug. Greifswald mit dem Konter drei gegen drei und der Entscheidung durch Felix Heim (83.).
Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

